
Theaterrealität des 18. Jahrhunderts in Goethes Roman "Wilhelm Meisters theatralische Sendung"
- 34 Seiten
- German
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Theaterrealität des 18. Jahrhunderts in Goethes Roman "Wilhelm Meisters theatralische Sendung"
Über dieses Buch
Studienarbeit aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke, Note: 1, 0, FernUniversität Hagen, Sprache: Deutsch, Abstract: Aus welchem Grund schrieb Goethe "Wilhelm Meisters theatralische Sendung"? Entsprechen die Ereignisse des Romans den Realien der Theaterwelt des 18. Jahrhunderts? Versteckt sich im Roman Kritik des zeitgenössischen Theaters beziehungsweise seiner bestimmten Realien? Die vorliegende Arbeit ist nun ein Versuch, diese Fragen zu beantworten und gleichzeitig die Theaterrealität der 1700er Jahre auf der Grundlage der Analyse des Romans von Johann Wolfgang von Goethe "Wilhelm Meisters theatralische Sendung" zu beschreiben. Zu dieser Zeit konnte von einem blühenden Theater keine Rede sein und diese Tatsache bereitete vielen Schriftstellern, Dichtern und Philosophen große Sorge. Der Kampf mit der Finanznot des Staates, mit der schlechten Bildung der Schauspieler und dem Zustand des Theaters beschäftigte auch Goethe, der folglich zu dem Entschluss kam, das ganze Theaterwesen seiner Zeit in einem Roman zu behandeln. In "Wilhelm Meisters theatralische Sendung" (1785) zeigte Goethe Schritt für Schritt den Lebensweg eines jungen Genies und mit dem Titel hatte der Autor vor, "den Schöpfer eines großen National-Theaters" zu zeichnen. Der Protagonist namens Wilhelm träumt von der Karriere eines Dramaturgen. Nach der Trennung von der Schauspielerin Mariane begibt er sich auf Empfehlung seines Schwagers auf eine Dienstreise. Unterwegs trifft er diverse Schauspieler. Diese Begegnungen beeindrucken ihn so sehr, dass er oft den eigentlichen Grund seiner Reise vergisst. Sein Leben dreht sich nun um das Theater. Der ganze Fokus dieses Werkes liegt auf dem Theaterwesen der Goethe-Zeit. Es ist dadurch interessant, dass es die Tiefsinnigkeit der Köpfe der deutschen Genies und die Lage der Schauspieler als soziale Gruppe bezeugt. Es ist sehr schwierig, eine grundlegende Analyse dieses Werkes durchzuführen. Das liegt vor allem daran, dass der Autor diesen Roman nicht zu Ende schrieb. Hinzu kommt noch, dass Goethe "Wilhelm Meisters theatralische Sendung" als "einen Entwurf" für seinen nächsten erfolgreichen Roman "Wilhelm Meisters Lehrjahre" nutzte, der heutzutage zum Kanon des Bildungsromans gehört, in dem das Theater eher eine Nebenrolle spielt.
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