
Gotthold Ephraim Lessings "Emilia Galotti". Wie werden die Männerfiguren dargestellt?
- 21 Seiten
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Gotthold Ephraim Lessings "Emilia Galotti". Wie werden die Männerfiguren dargestellt?
Über dieses Buch
Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke, Note: 1, 3, Freie Universität Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Seminararbeit untersucht die Darstellung des Männerbildes in Gotthold Ephraim Lessings bürgerlichem Trauerspiel "Emilia Galotti". Das Drama aus dem Jahr 1772 handelt vom Prinzen Hettore Gonzaga, seiner fanatischen Liebe zu Emilia Galotti und seinem Vorhaben, das Mädchen zu erobern. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist, darzustellen, wie Lessing das Männerbild in Emilia Galotti entwickelt. Mittels Charakteranalysen des Verhaltens, der Lebensvorstellungen und der Interaktionen mit anderen Figuren werden Männlichkeitskonzepte der Protagonisten abgeleitet. Die Forschungsfrage lautet: Wie passt das in "Emilia Galotti" dargestellte Männlichkeitskonzept zum allgemeinen Geschlechterverständnis des 18. Jahrhunderts? Eine Beantwortung der Forschungsfrage soll einen Beitrag zum besseren Verständnis der gegenwärtigen Genderdiskussion leisten, da sich die vorherrschende Literatur überwiegend mit dem Frauenbild des behandelten Dramas und vergleichbarer Werke beschäftigt. Methodisch gliedert sich diese Seminararbeit in vier Kapitel, die nachfolgend beschrieben sind. Kapitel 2 betrachtet zunächst den literaturhistorischen Kontext. In Kapitel 3 werden weitere Grundlagen zum Verständnis des damaligen Männerbilds geschaffen, indem zunächst die höfische Gesellschaft des 18. Jahrhunderts und danach der Patriarchalismus als Familienmodell erklärt werden. Kapitel 4 widmet sich einer Analyse der vier zentralen Männerfiguren des bürgerlichen Trauerspiels "Emilia Galotti": Odoardo Galotti, der Prinz von Guastalla, dessen Kammerherr Marinelli, sowie Graf Appiani. Hierbei spielen Odoardo Galotti als Vertreter des damaligen Bürgertums und Vater der Protagonistin Emilia Galotti, sowie dessen Gegenspieler, der Prinz von Guastalla als dem Adel zugehöriges Oberhaupt des Herzogtums eine herausragende Rolle. Deshalb wird in der Folge detailliert auf diese beiden Charaktere eingegangen.Abschließend erfolgt ein Fazit, das aus einer Analyse der Unterschiede und Gemeinsamkeiten der in Kapitel 4 betrachteten bürgerlichen Figuren und Vertretern des Adels, sowie der Einbindung des historischen Kontextes, das von Lessing dargestellte Männerbild erschließt.
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