
Descartes über die hybride Stellung des Vorstellungsvermögens und die daraus folgenden Konsequenzen für seinen Substanzdualismus
- 26 Seiten
- German
- PDF
- Über iOS und Android verfügbar
Descartes über die hybride Stellung des Vorstellungsvermögens und die daraus folgenden Konsequenzen für seinen Substanzdualismus
Über dieses Buch
Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 1, 7, Humboldt-Universität zu Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Descartes' Auffassung von dem Vorstellungsvermögen. Descartes ordnet dem Modus der Vorstellungskraft eine zweideutige und hybride Stellung bei, die jedoch nicht mit seinem Konzept von Substanzen und Modi vereinbar ist. Darüber hinaus liefert seine Auffassung von der Vorstellungskraft einen Schnittpunkt in seinem Substanzdualismus, der zwei unterschiedlich voneinander bestehende Substanzen etabliert, den Geist und den Körper, die trotz ihrer Verschiedenheit miteinander interagieren.Ich werde (i) aufzeigen, dass Descartes' Verständnis von der Vorstellungskraft in Kontrast mit seinem Konzept von Substanzen steht, die nach seiner Auffassung keine Eigenschaften miteinander teilen und argumentieren, dass Descartes durchaus annehmen muss, dass Substanzen nicht gänzlich verschieden sind, sondern dass sie bestimmte Modi, in dem Fall das Vorstellungsvermögen, miteinander teilen. Des Weiteren werde ich zeigen, dass (ii) sein Substanzdualismus aufgrund der hybriden Stellung der Vorstellungskraft nicht haltbar ist und er sich gezwungen sehen muss, dass Geist und Körper als eine Substanz begriffen werden müssen. Wenn das Denken als Eigenschaft des Geistes und die Ausdehnung als Eigenschaft des Körpers verstanden werde und sie demnach gänzlich unterschiedlich voneinander sind, läuft die Frage, wie die Vorstellungskraft funktioniert, die neben der sensorischen Wahrnehmung als Verbindungsglied zwischen den beiden Substanzen steht, auf ein schwieriges Vorhaben hinaus. Auch wenn es andere Modi gibt, die ambig sind, wie zum Beispiel die sensorische Wahrnehmung, werde ich mich in dieser Arbeit auf die Vorstellungskraft beschränken. Ich fokussiere mich auf das Vorstellungsvermögen in erster Linie deswegen, da die Vorstellungskraft nicht nur vorrangig als Argumentation verwendet wird, überhaupt erst körperliche Substanzen zu etablieren, auch wenn diese nicht als sicheres Argument für die tatsächliche Existenz von Körpern verwendet wird, so stellt sie doch den Ausgangspunkt dar, der für die spätere Untersuchung von der Existenz von Körpern und der darauffolgenden Argumentation für den Substanzdualismus eine entscheidende Rolle spielt. Außerdem ist das Vorstellungsvermögen besonders in den Meditationen wichtig, da dieser Modus verwendet wird, um herauszufinden, was der Protagonist weiß.
Häufig gestellte Fragen
- Elementar ist ideal für Lernende und Profis, die sich mit einer Vielzahl von Themen beschäftigen möchten. Erhalte Zugang zur Basic-Bibliothek mit über 800.000 vertrauenswürdigen Titeln und Bestsellern in den Bereichen Wirtschaft, persönliche Weiterentwicklung und Geisteswissenschaften. Enthält unbegrenzte Lesezeit und die Standardstimme für die Funktion „Vorlesen“.
- Pro: Perfekt für fortgeschrittene Lernende und Forscher, die einen vollständigen, uneingeschränkten Zugang benötigen. Schalte über 1,4 Millionen Bücher zu Hunderten von Themen frei, darunter akademische und hochspezialisierte Titel. Das Pro-Abo umfasst auch erweiterte Funktionen wie Premium-Vorlesen und den Recherche-Assistenten.
Bitte beachte, dass wir Geräte, auf denen die Betriebssysteme iOS 13 und Android 7 oder noch ältere Versionen ausgeführt werden, nicht unterstützen können. Mehr über die Verwendung der App erfahren.