
- 29 Seiten
- German
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Über dieses Buch
Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - Erster Weltkrieg, Weimarer Republik, Note: 1, 0, Ruhr-Universität Bochum (Historisches Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: Ziel dieser Seminararbeit ist es, den Verlauf der Forschungskontroverse bis zum Beginn der verschiedenen Publikationen Turners und insbesondere seiner zusammenfassenden Monographie von 1985 nachzuzeichnen, sowie seine wichtigsten Ergebnisse darzustellen. Dabei wird zunächst der theoretische Rahmen des Verhältnisses zwischen NSDAP und Wirtschaftsträgern anhand der Parteiprogrammatik und Aussagen Hitlers aufgezeigt. Daran anschließend, widmet sich die Seminararbeit den Turner als geschichtswissenschaftliche Forschungsgrundlage zugrunde gelegten Positionen und Ergebnisse aus der DDR-Forschung zu. Um die Positionen jener geschichtswissenschaftlichen Auseinandersetzung nachvollziehen zu können, wird hierbei zunächst auf die ideologischen Grundlagen der marxistischen Auseinandersetzung mit der Thematik eingegangen. Daran schließt sich die Beleuchtung einiger wichtiger Studien und Positionen der marxistischen Forschung an, die als repräsentativ für die Grundpositionen der DDR-Forschung gelten. Die Beleuchtung der DDR-Forschungsergebnisse erfolgt unter Zunahme der Historiker Hans-Hermann Hartwich, der sich insbesondere zu Kuczynski äußert, sowie Reinhard Neebe, der sich insgesamt kritisch mit den sogenannten "Monopolgruppentheorien" auseinandersetzte. In der ideologisch-marxistischen Darstellung der DDR-Forschung erscheint der Faschismus als ein ganz und gar "monokausaler Kaufakt" der von organisierten Industrievertretern arrangiert wurde. Es ist der Verdienst des amerikanischen Historikers Henry Ashby Turner Jr., dass die finanzielle Zuwendung der Großindustriellen heute anders betrachtet wird. Unter der Zielsetzung, der in eine Sackgasse geratenen Diskussion "neue Anregungen" zu geben, leitete er durch seinen Weg in die westdeutschen Firmenarchive die Erschließung neuer, wichtiger Quellen zum Verhältnis von Großindustrie und NSDAP vor 1933 ein. Seine zentrale, vor allem gegen die orthodox-marxistische "Agententheorie" bzw. "Monopolgruppentheorie" gerichtete These, dass die "große Mehrheit der deutschen Großunternehmer Hitlers Triumph weder gewünscht noch materiell zu ihm beigetragen" habe, wird mit quellenmäßig präzise recherchierten Hinweisen zur Politik führender Industrieller in der Krise belegt. Die Darstellung seiner wichtigsten Forschungsergebnisse schließt diese Seminararbeit inhaltlich ab. Die Ergebnisse werden in Form eines Fazits zusammengefasst und anhand eines kurzen Ausblicks kontextualisiert.
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