
Die Ursachen der Kongokriege. Über die notwendige Berücksichtigung von motivierenden und ermöglichenden Faktoren
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Die Ursachen der Kongokriege. Über die notwendige Berücksichtigung von motivierenden und ermöglichenden Faktoren
Über dieses Buch
Studienarbeit aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Politik - Region: Afrika, Note: 1, 3, Universität Hamburg (Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften), Veranstaltung: Ursachen bewaffneter Konflikte in Afrika, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Kongo ist seit über zwei Jahrzehnten kein nachhaltiger Frieden eingekehrt: Die beiden großen Kongokriege haben das Land schwer in Mitleidenschaft gezogen und im Ostkongo herrscht bis heute ein unübersichtlicher Bürgerkrieg. In dieser Arbeit wird gezeigt, dass eine solche Gewaltspirale nur durch das Zusammenwirken und die gegenseitige Verstärkung von ethnisch- kulturellen, institutionellen und ökonomischen Faktoren zu erklären ist. Das Konzept der "Ursachen innenpolitischer Gewalt" nach Bussmann, Hasenclever und Schneider dient dabei als Eingrenzung des analytischen Rahmens. Im Verlauf der Arbeit werden die motivierenden und ermöglichenden Dimensionen der ethnisch-kulturellen, institutionellen und ökonomischen Konfliktursachen herausgearbeitet. Bei der Analyse innerstaatlicher Kriege und gewaltsamer Rebellion müssen stets motivierende und ermöglichende Faktoren einbezogen werden. Bei einem einseitigen Fokus auf die Kapazität von gewaltsamer Rebellion – wenn nur darauf geachtet wird welche materiellen Faktoren sie ermöglichen – verkennt man ethnisch-kulturelle Differenzen, historische Faktoren und externe Einflüsse, die einen Konflikt mitbegründen. Andererseits würde eine Beschränkung auf motivierende Ursachen ebenfalls zu kurz treten: Wenn nur danach gefragt wird, warum eine Bevölkerungsgruppe gewaltsam rebelliert, übersieht man systemische und materielle Umstände, die innerstaatliche Kriege auslösen und fördern können, wie beispielsweise eine florierende Kriegsökonomie, die keine friedlichen Erwerbsmöglichkeiten zulässt.Der viel zitierte britische Wirtschaftswissenschaftler Paul Collier beschränkt sich mit seiner 'Feasibility'-Hypothese auf ein singuläres, ökonomisches Analysemodell, das einen Fokus auf die Kapazität gewaltsamer Rebellion legt: "It seems to me that the key insight into rebellion comes not from asking why it happens but how it happens" (Collier 2009: 133). Colliers Ansatz soll in dieser Arbeit widerlegt werden. Eine solch eindimensionale Perspektive verklärt die Komplexität innerstaatlicher Konflikte – besonders im Falle der Demokratischen Republik Kongo.
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