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Über dieses Buch
Studienarbeit aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Geschichte - Sonstiges, Note: 1, 3, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Historisches Seminar), Veranstaltung: Proseminar: Theodosius und seine Dynastie (379 – 455 n. Chr. ), Sprache: Deutsch, Abstract: Nachdem das Christentum im Jahr 324 durch den Kaiser Konstantin I. akzeptiert wurde, verlangte dieser das Praktizieren eines einheitlichen Glaubens. So wurde gegen alle Christen, die abweichende dogmatische Positionen vertraten, rigoros vorgegangen. Die weltumfassende Verfolgung der Christen selbst war zwar beendet. Dennoch wurden nun, im vierten und fünften Jahrhundert auch innerhalb des Christentums vehement Ketzerei-Vorwürfe getätigt, wenn interne Spaltungen über theologische Fragen entstanden. Was mit den Auseinandersetzungen einiger weniger Kleriker begann, konnte rasch mehr kaiserliches Interesse auf sich ziehen und Ausschreitungen entzünden, als irgendeine andere kulturelle Auseinandersetzung dieser Zeit. Im Zeitraum von 325-600 war es vorrangiges Ziel des Christentums, eine Definition für Orthodoxie zu finden. Doch die Uneinigkeit der Parteien über die Grundpfeiler des christlichen Glaubens machte die Frage nach dem "richtigen Glauben" zu einem fortwährenden Gegenstand der Debatte. Aus dieser Zeit stammt ein Brief der weströmischen Augusta und der Tochter des Kaisers Theodosius I. namens Galla Placidia an den oströmischen Kaiser Theodosius II.. Den Anlass für diese Korrespondenz gaben die Beschlüsse, die im Jahr 449 auf dem zweiten Konzil von Ephesus gefällt wurden und die auf Initiative des Papstes Leo I. widerlegt werden sollten. Diesen Brief werde ich in meiner Arbeit chronologisch eingerahmt analysieren. Anschließend werde ich, beispielhaft an Galla Placidia, kurz auf ihre Rolle als kaiserliche Frau und die an sie gestellten Erwartungen diskutieren. Der Gegenstand des Briefes, das zweite Konzil von Ephesus, ist nur teilweise überliefert. Die erste Session des Konzils wurde im sogenannten Konzil von Chalkedon nochmals verlesen. Damit konnte es in den griechischen Akten dieses 18 Jahre später stattgefundenen Konzils überliefert werden. Spannend ist, dass die Akte des ephesinsichen Konzils selbst nachträglich korrigiert wurde, wie spätere Zeugenaussagen auf dem Konzil von Chalkedon belegen. Der Vorsitzende des Konzils, Dioscorus, damaliger Patriarch von Alexandria, habe bewusst andersdenkende Stimmen ausgelassen und sogar Gewalt angewendet, um zu verhindern, dass unabhängige Schriften verfasst werden konnten. Unter diesem Gesichtspunkt rückt vielleicht gerade auch die Wichtigkeit externer Quellen, in diesem Fall in Form der Briefe des Papstes Leo I., in den Vordergrund.
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