
Armut und Reichtum im Lukasevangelium. Eine Analyse der Gleichnisse unter Berücksichtigung des Frauenbilds
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Armut und Reichtum im Lukasevangelium. Eine Analyse der Gleichnisse unter Berücksichtigung des Frauenbilds
Über dieses Buch
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Theologie - Biblische Theologie, Note: 1, 3, Universität Hildesheim (Stiftung) (Institut für Evangelische Theologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Verkündet Lukas den Armen das Heil und straft die Reichen ab? Wie stellt Lukas Armut und Reichtum dar, warum macht er das so viel ausführlicher als die anderen Evangelisten und wen will er damit erreichen? Die folgende Arbeit soll eben dies prüfen. Nicht nur heute klafft eine gewaltige Lücke zwischen den reichen und den armen Menschen in der Gesellschaft. Auch in der Antike war die Differenz der wenigen Reichen und Mächtigen gegenüber der Masse an Mittellosen gewaltig. Zu den Obersten konnten sich nur wenige Prozent der Bevölkerung zählen, ähnlich wie heute. Jedoch gab es keine sogenannte Mittelschicht. In unserer heutigen Gesellschaft zählt eine breite Mittelschicht als Grundlage der Demokratie, der Friedlichkeit. Doch diese Schicht schrumpft, die Schere öffnet sich. Die Angst vor sozialem Abstieg ist besonders bei der unteren Mittelschicht groß, da das System zurück nach oben kaum durchlässig ist. Durch die Angst vor dem Herunterrutschen in die Unterschicht wird eben diese isoliert. Kontakt zwischen den Schichten wird gemieden, ebenso die Wohngegenden und die schulischen Institutionen, zu deren Klientel Personen aus der Unterschicht gehören. Dies wiederum erschwert der unteren Schicht eine soziale Verbesserung. Was durch die Angst vor dem eigenen Abstieg und dem Leistungsdruck gemindert wird, ist die Solidarität denen gegenüber, die nicht weiter absteigen können. Die Unsicherheit der Mittelschicht vermehrt den Egoismus, getrieben von dem Kapitalismus. All dies führt dazu, dass der humanistische und der diesem vorhergehende christlichen Gedanke zur Fürsorge der Schwächeren abnimmt. Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht. Dies funktioniert in der Praxis leider meist nicht so gut. In der Antike jedoch gab es weder eine sichere Mittelschicht, noch einen Sozialstaat, welcher für die mindeste Versorgung aufkam oder jegliche diakonischen oder caritative Gedanken, die institutionell in Formen von Tafeln etc. für die absolut Armen sorgte. Das frühe Christentum, hier besonders der Evangelist Lukas, widmet der Thematik Armut und Reichtum, neben den Themen Frauen und Mahl, ungewöhnlich viel Aufmerksamkeit. Der Evangelist der Armen, ein Titel den man ihm dafür oft gibt.
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