
"Not really interested". Die Rolle der USA beim Völkermord in Ruanda 1994
- 19 Seiten
- German
- PDF
- Über iOS und Android verfügbar
"Not really interested". Die Rolle der USA beim Völkermord in Ruanda 1994
Über dieses Buch
Studienarbeit aus dem Jahr 2025 im Fachbereich Geschichte - Amerika, Note: 1, 0, Universität Münster (Historisches Seminar), Veranstaltung: Übung: Geschichte der amerikanischen Außenbeziehungen seit 1994, Sprache: Deutsch, Abstract: "Nie wieder". Dieses Bekenntnis gab die internationale Gemeinschaft nach dem Grauen des Holocausts im Zweiten Weltkrieg ab. "Nie wieder – außer, es ist uns zu teuer und interessiert uns nicht" würde wohl ein Zyniker sagen, der den Umgang der Weltgemeinschaft mit Genoziden im 20. Jahrhundert beobachtet hat. Einen äußerst prägnanten Fall stellt der Völkermord 1994 in Ruanda dar. Die internationale Gemeinschaft, vertreten durch die UNO, war während des Völkermords im Rahmen einer Friedensmission vor Ort, tat allerdings nahezu nichts, um diesen zu verhindern. Retrospektiv löste dies einen medialen Aufschrei aus, nachdem das Ausmaß der Massaker ans Licht kam. Verschiedenen Quellen zufolge waren die UNO und die USA durchaus über den Horror in Ruanda informiert. Besonders die Vereinigten Staaten zeigten bemerkenswert wenig Interesse daran, zu intervenieren, und das Morden in Ruanda zu beenden. Im Rahmen dieser Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, welche Rolle die USA als wohl einflussreichstes UNO-Mitglied bei dem Völkermord spielten und warum sie das taten. Viele interne Berichte und Aufzeichnungen dazu sind bis heute classified, über den Freedom of Information Act konnte das National Security Archive allerdings doch die Veröffentlichung einiger interner Dokumente erreichen, die Einblicke in die Position der USA ermöglichen. Daneben zählt als Hauptquelle die Monographie "Kein Zeuge darf überleben" von der Historikerin Alison Des Forges, die im Auftrag von Human Rights Watch schrieb und als Expertin in diesem Feld gilt. Es ist auffällig, dass die meisten Veröffentlichungen zum Genozid in Ruanda älter als zehn Jahre sind und dass es wenig aktuelle Forschung zu geben scheint. In der Wissenschaft wird diskutiert, wann die USA zu welchem Grad über die Geschehnisse in Ruanda informiert waren, in jedem Fall gibt es aber einen Konsens über den Ablauf des Völkermords, seine Verursacher und die Rolle der Weltgemeinschaft. Nur sehr vereinzelt wird eine ganz konträre Perspektive eingenommen, bei der sogar die Existenz des Völkermords in Ruanda in Frage gestellt wird. Weil die Ablehnung dieser Position in der Forschung aber äußerst groß ist, soll sie hier nur am Rande thematisiert werden.
Häufig gestellte Fragen
- Elementar ist ideal für Lernende und Profis, die sich mit einer Vielzahl von Themen beschäftigen möchten. Erhalte Zugang zur Basic-Bibliothek mit über 800.000 vertrauenswürdigen Titeln und Bestsellern in den Bereichen Wirtschaft, persönliche Weiterentwicklung und Geisteswissenschaften. Enthält unbegrenzte Lesezeit und die Standardstimme für die Funktion „Vorlesen“.
- Pro: Perfekt für fortgeschrittene Lernende und Forscher, die einen vollständigen, uneingeschränkten Zugang benötigen. Schalte über 1,4 Millionen Bücher zu Hunderten von Themen frei, darunter akademische und hochspezialisierte Titel. Das Pro-Abo umfasst auch erweiterte Funktionen wie Premium-Vorlesen und den Recherche-Assistenten.
Bitte beachte, dass wir Geräte, auf denen die Betriebssysteme iOS 13 und Android 7 oder noch ältere Versionen ausgeführt werden, nicht unterstützen können. Mehr über die Verwendung der App erfahren.