Winnetou. Karl May in kritischen Zeiten
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Über dieses Buch

Karl May (1842–1912) ist einer der meistgelesenen deutschsprachigen Autoren – die Gesamtauflage seiner Bücher wird auf über 200 Millionen Exemplare geschätzt. Seine Erzählungen und deren einzigartige Rezeptionsgeschichte sind ein Zeugnis für die Macht der Literatur, kulturelle Barrieren zu überwinden und universelle Werte zu vermitteln. Einst stand Karl May für Freiheit, Pazifismus und Antikolonialismus. May erweckte in Millionen jugendlicher Leser: innen Bewunderung und Respekt für die indigenen Völker und Kulturen Nordamerikas. Winnetou, der edle Häuptling der Apachen, ist eine der positivsten Figuren der Weltliteratur. Und heute soll derselbe Winnetou die Verherrlichung kolonialistischer Fremdbestimmung und Identitätsdiebstahl symbolisieren? Im Sommer 2022 lösten zwei Kinderbücher und ein Kinofilm eine heftige Diskussion mit mehr als 100.000 Medienbeiträgen – darunter 3.200 Artikel in Tageszeitungen und Magazinen – aus. Dieser Band untersucht das literarische Werk Karl Mays und dessen Bedeutung unter der Perspektive von kultureller Aneignung, Auswanderung und europäischem Kolonialismus. Darüber hinaus enthält er Beiträge von Christian Feest über das "Indianer"-Bild in Europa, Andreas Brenne über das "Indianer"-Bild bei Karl May, Johannes Zeilinger zum historischen Hintergrund und der kolonialen Debatte seiner Afrika-Romane, Gunnar Sperveslage über Kara Ben Nemsi in Mekka. Koloniales Denken in Karl Mays Orientzyklus. Einführung und Nachwort von Klaus Farin und Gabriele Haefs.

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Information

Verlag
Hirnkost
Jahr
2025
eBook-ISBN:
9783988570468
Auflage
1

Inhaltsverzeichnis

  1. Cover
  2. Titel
  3. Impressum
  4. Inhalt
  5. Winnetou
  6. Einführung – »Als Kind wäre ich gern Indianerhäuptling geworden«
  7. »Gibt es viele Indianer in Europa?« – Anmerkungen zu einer langen Geschichte
  8. Karl May und die Indianer – Ein sächsischer Utopist imaginiert Möglichkeitsräume
  9. Karl May kämpft gegen die Versklavung – Zum historischen Hintergrund und der kolonialen Debatte seiner Afrika-Romane
  10. Kara Ben Nemsi in Mekka – Europäische Überheblichkeit und koloniales Denken in Karl Mays Orientzyklus
  11. Nachwort
  12. Die Autor:innen
  13. Anhang