
Schlaf in der Literatur
Zu Narratologie und Ästhetik einer alltäglichen Extremerfahrung von der Antike bis zur Gegenwart
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Schlaf in der Literatur
Zu Narratologie und Ästhetik einer alltäglichen Extremerfahrung von der Antike bis zur Gegenwart
Über dieses Buch
Als alltägliche Extremsituation impliziert der Schlaf irritierend-paradoxe Momente: Er ist eine Naturnotwendigkeit und doch zugleich eine dezidiert gesellschaftlich-kulturelle Praktik, ebenso wie er zwischen Kontrollverlust und therapeutisch-regenerativer Wirkung changiert (während Schlaflosigkeit gleichermaßen störend wie stimulierend wirkt). Auch die Literatur stößt hier an die Grenzen der Darstellbarkeit, weshalb Schlaf einen poetologisch-ästhetischen Test- und Grenzfall bildet.
Im Gegensatz zum Traum ist Schlaf von der literaturwissenschaftlichen Forschung bislang kaum beachtet worden; ein Desiderat, dem der Band in der literaturgeschichtlichen Breite vom 12. bis ins 21. Jhd. mit germanistischer und interdisziplinärer Perspektive begegnet. Es gilt, auch im jeweiligen Rückbezug auf die Antike, nach den genauen Unterschieden zwischen Darstellungen des kulturellen Phänomens 'Schlaf` im Übergang vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit sowie im Hinblick auf den Modernisierungsschub innerhalb des 19. Jahrhunderts zu fragen – ebenso wie danach, welchen Status er im öffentlichen Diskurs heute besitzt.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Title Page
- Copyright
- Contents
- Frontmatter
- Inhalt
- Einleitung
- Versuch über den Schlaf in der römischen Dichtung
- Die traurigen Träume des Palinurus Eine Episode aus Vergils Aeneis als Allegorie der Erkenntnis
- Zwischen sacra quies und forma mortis Motive des Schlafens und Erwachens in der christlichen lateinischen Dichtung
- Schlafen und Wachen im Tagelied des deutschen Mittelalters
- Der slape is tweerhande Der Schlaf des Heiligen im Sente Servas Heinrichs von Veldeke
- Transgressiver Schlaf zwischen Heroik und Transzendenz Zu einem grenzüberschreitenden Motiv im Ötenbacher Schwesternbuch und im Wolfdietrich D
- Diabolische Schlafstörungen Monastische Vigilanzregime bei Caesarius von Heisterbach und Richalm von Schöntal
- Höfische Vorkommnisse im Schlaf Am Beispiel von Konrads von Würzburg Schwanritter
- Kontingenz und Liminalität Zur narrativen Funktionalisierung des Schlafes im Fortunatus
- Schlafende betrachten Zu einem Motiv in Lyrik und Bildkunst der Empfindsamkeit
- „Frühlings-Wässerung“ der Seele Szenarien des Schlafs und kreative Praktiken seiner Anbahnung bei Johann Karl Wezel und Jean Paul
- Künstlicher Schlaf oder Schlaf als Kunst? Somnambulismus in Carl Arnold Kortums Anhängsel zur Jobsiade
- „Sie schlief die Welt“ Schlaf, Traum und subliminale Wahrnehmung bei Rainer Maria Rilke
- „Wacht auf, denn eure Träume sind schlecht!” Schlaf(losigkeit) in der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur bei Günter Eich, Wolfgang Hildesheimer, Nelly Sachs und Paul Celan
- Wenn die Grenzen des Körpers brüchig werden Zur Schlafbeobachtung des Körperinneren in der zeitgenössischen Fantasy am Beispiel von Walter Moers’ Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr (2017)
- Don’t work, sleep! Der Traum vom Schlaf bei Ottessa Moshfegh
- Wie die Wissenschaft vom Schlaf die Erzählung verabschiedete und sie doch nicht loswurde Überlegungen zu einer Narratologie des Schlafwissens
- Autorinnen und Autoren
- Namensindex