
- 252 Seiten
- German
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Über dieses Buch
Wie ist es zu erklären, dass Böses häufig mit gutem Gewissen getan wird? Die Konzeption "Täter mit gutem Gewissen" sucht nach Antworten auf diese Frage. Sie impliziert die methodische Forderung, die Analyse des Verhaltens von Tätern mit der Prüfung zu beginnen, wie weit man mit der Annahme kommt, sie hätten mit gutem Gewissen gehandelt. Zu prüfen, ob ein Täter womöglich mit gutem Gewissen handelte, nötigt dazu, auch die außermoralischen Annahmen und Überzeugungen zu eruieren, die seinen Entscheidungen zugrunde lagen und seine Handlungen (scheinbar) rechtfertigten.
Prof. Dr. phil. habil. Lothar Fritze, Jahrgang 1954, Philosoph und Politikwissenschaftler, war von 1993 bis 2019 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung an der TU Dresden. Er lehrte als außerplanmäßiger Professor an der TU Chemnitz.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- A. Täter mit gutem Gewissen. Zur Analyse menschlichen Versagens im diktatorischen Sozialismus
- B. Rechtfertigen, Entschuldigen, Vorwerfen. Zur Theorie des moralischen Urteilens
- C. Die Moral der Täter. Über moralische Selbstlegitimierung in der Weltanschauungsdiktatur
- D. Erkenntnis- und Orientierungsschwierigkeiten. Ergänzende Bemerkungen
- E. Täter und Gewissen. Zur Typologie des Täterverhaltens
- F. Moralische Rechtfertigung und außermoralische Überzeugungen. Sind „totalitäre Verbrechen“ nur in einer säkularen Welt möglich?
- G. Totalitäre Verbrechen und außermoralische Überzeugungen. Antwort auf Helmut König
- H. Ideologie oder Psychopathologie? Aus Anlass einer Rezension Jörg Baberowskis
- I. Die Möglichkeit des guten Gewissens beim Tun des moralisch Illegitimen. Eine Antwort an Skeptiker
- J. Überzeugungstäter – Gewissenstäter – Täter mit gutem Gewissen. Begriffliche Unterscheidungen
- K. Nationalsozialisten als Täter mit gutem Gewissen. Über ihr moralisches Versagen und ihre Schuld
- ANHANG I
- ANHANG II