
Der planbare Mensch
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die menschliche Vererbungswissenschaft, 1920–1970
- 300 Seiten
- German
- PDF
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Der planbare Mensch
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die menschliche Vererbungswissenschaft, 1920–1970
Über dieses Buch
Seit 1933 zählten menschliche Erblehre, Eugenik und Rassenforschung zu den von der nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik favorisierten Disziplinen. Welche Rolle spielte die Deutsche Forschungsgemeinschaft in diesem Prozess? Wie gestaltete sich die aktive Werbung von Fördermitteln durch die betreffenden Wissenschaftler? Wie reagierten sie aber auch längerfristig auf die erheblichen Schwankungen der Förderkonjunktur ihrer Disziplin?
Trotz umfangreicher Sekundärliteratur zu den Biowissenschaften im Nationalsozialismus hat eine eingehende, auch die Zeit der Weimarer Republik und der frühen Bundesrepublik mit einbeziehende Betrachtung der Förderung der menschlichen Vererbungswissenschaft und der mit ihr verwobenen Disziplinen noch nicht stattgefunden.
Ausgehend von der Analyse von Förderakten der DFG zeigt die Autorin, wie Förderinstitutionen und geförderte Wissenschaftler auf Schwankungen der Politik reagierten – und bietet Einblicke in die damit zusammenhängende Entwicklung von Forschungstrends.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- INHALTSVERZEICHNIS
- 1. EINFÜHRUNG
- 2. VERERBUNGSFRAGE UND MEDIZINISCHE FORSCHUNGSFÖRDERUNG IN DER WEIMARER REPUBLIK
- 2.1. ZUM AUFBAU UND FÖRDERSTRUKTUREN DER NOTGEMEINSCHAFT IN DER WEIMARER REPUBLIK
- 2.2. VERERBUNG IM UMFELD DER ERNÄHRUNGSPHYSIOLOGIE
- 2.3. VERERBUNG IM UMFELD DER BAKTERIOLOGIE
- 2.4. AGNES BLUHM UND DIE SCHÄDIGUNG DES KEIMPLASMAS
- 2.5. VERERBUNG IM UMFELD DER PATHOLOGIE
- 2.6. DIE GEMEINSCHAFTSARBEITEN FÜR RASSENFORSCHUNG
- 2.7. FÖRDERUNG IM INSTITUTIONELLEN KONTEXT: DIE MIT MENSCHLICHER ERBFORSCHUNG BEFASSTEN KAISER-WILHELM-INSTITUTE
- 3. DIE FÖRDERUNG DER ERB- UND RASSENFORSCHUNG IN DER NS-ZEIT
- 3.1. MACHTWECHSEL
- 3.2. FORSCHUNGSFÖRDERUNG ALS FORSCHUNGSPOLITIK
- 3.3. DIE NS-ERBGESUNDHEITSPOLITIK UND DIE SELBSTMOBILISIERUNG DER ERB- UND RASSENFORSCHER
- 3.4. ZUR POLITISIERUNG DER GEFÖRDERTEN ERB- UND RASSENFORSCHER
- 3.5. DIE FÖRDERUNG VON ERNST RÜDIN UND DIE SELBSTBESTIMMUNG DER DFG IN DER FORSCHUNGSPOLITISCHEN LANDSCHAFT DES NS-REGIMES
- 3.6. DER REICHSFORSCHUNGSRAT UND DIE UMSTELLUNG DER FORSCHUNGSFÖRDERUNG
- 3.7. ZUR ENTGRENZUNG DER WISSENSCHAFT IM KRIEG
- 3.8. ZUR IDEOLOGISIERUNG RASSENANTHROPOLOGISCHER FORSCHUNG
- 3.9. ZUR MARGINALISIERUNG DER TRADITIONELLEN RASSENANTHROPOLOGIE
- 4. DIE FÖRDERUNG DER HUMANGENETIK IN DER NACHKRIEGSZEIT: EINE BELASTETE DISZIPLIN AUF DEM WEG ZUM INTERNATIONALEN ANSCHLUSS
- 4.1. KONTINUITÄT UND DISKONTINUITÄT HUMANGENETISCHER FORSCHUNG
- 4.2. DAS SCHWERPUNKTPROGRAMM „MISSBILDUNGSENTSTEHUNG UND MISSBILDUNGSHÄUFIGKEIT“: VON KONSTRUIERTEN KONTINUITÄTEN IM INTERNATIONALEN KONTEXT
- 4.3. ZUR AKTIVEN ANPASSUNG AN DEN INTERNATIONALEN FORSCHUNGSSTAND
- 5. ZUSAMMENFASSENDE ÜBERLEGUNGEN
- 6. DANKSAGUNG
- 7. ABKÜRZUNGEN
- 8. QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS
- ANHANG
- INSTITUTIONEN- UND STICHWORTVERZEICHNIS
- PERSONENVERZEICHNIS