Diese erste begriffsgeschichtliche Monografie zum iberoamerikanischen Raum widerlegt dabei das gängige Verständnis von der lateinamerikanischen Geschichte nach der Unabhängigkeit: weder ist die Aufnahme geistiger Einflüsse aus Europa als bloße Imitation in einer vermeintlich fremden Umgebung zu begreifen; noch war die Zeit eine Periode überwiegender Rückständigkeit. Vielmehr erweist sich mit den unter dem Begriff der 'Zivilisation' erarbeiteten Entwicklungskonzepten auch Brasilien als Teil eines an die spezifischen Verhältnisse vor Ort angepassten, gesamtatlantischen Modernisierungsschubes mit weitreichenden Folgen.
Die Arbeit wurde mit dem Martin Behaim-Dissertationspreis der Gesellschaft für Überseegeschichte e. V. 2008 ausgezeichnet.
