
- 486 Seiten
- German
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Die konfessionelle Kriegskrankenpflege im 19. Jahrhundert
Über dieses Buch
Das Problem der Versorgung verwundeter und erkrankter Soldaten beschäftigt die Menschheit seit der Existenz von Kriegen. Das unterentwickelte Militärsanitätswesen der europäischen Armeen war jedoch bis in das 19. Jahrhundert hinein nicht in der Lage, seinen Aufgaben gerecht zu werden – die freiwillige Kriegskrankenpflege entstand. Dass ihre Entwicklung nicht allein auf international bekannte Protagonisten wie Henry Dunant und das Internationale Rote Kreuz beschränkt werden kann, zeigt Annett Büttner mit dieser Arbeit.
Im Fokus steht dabei die Kriegskrankenpflege in den sogenannten Deutschen Reichseinigungskriegen der Jahre 1864 bis 1870/71. Da die Rot-Kreuz-Organisationen in diesem Zeitraum erst entstanden, lag die Hauptlast der Arbeit auf den evangelischen Diakonissen und Diakonen sowie katholischen Schwestern. Sie waren die ersten zivilen Pflegekräfte im Kriegseinsatz.
An Hand von Briefen und Berichten wird ihren Intentionen und Bewältigungsstrategien nachgegangen und der Pflegealltag in den Lazaretten rekonstruiert. Ein Ausblick auf die Entwicklung der freiwilligen Kriegskrankenpflege bis zum Ersten Weltkrieg rundet die Darstellung ab.
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt
- Einleitung
- 1. Die Versorgung verwundeter und erkrankter Soldaten bis zu den Reichseinigungskriegen
- 1.1 Das Militärsanitätswesen
- 1.2 Die Konfessionelle Krankenpflege
- 1.3 Internationale Initiativen zum Aufbau der freiwilligen Krankenpflege im Krieg
- 1.4 Die Gründung regionaler Rotkreuzgesellschaften
- 1.5 Fazit
- 2. Die freiwillige Krankenpflege während der Reichseinigungskriege
- 2.1 Der Deutsch-Dänischer Krieg 1864
- 2.2 Der Preußisch-Österreichische Krieg 1866
- 2.3 Der Deutsch-Französische Krieg 1870/71
- 2.4 Vom „halb ausgebildeten Wärter“ zum Pflegeprofi – Die fachliche Qualifikation der Pflegekräfte
- 2.5 Der „Weg aus der Hölle durch’s Fegefeuer bis zum Himmel“ – Der Transport von verwundeten und erkrankten Soldaten
- 2.6 „Immer standen die Züge der Sterbenden mir vor der Seele“ – Die Haltung der freiwilligen Krankenpfleger zum Krieg unddie Bewältigung der Kriegserlebnisse
- 2.7 „Kamerad Schwester“? – Geschlechterhierarchien in der Kriegskrankenpflege des 19. Jahrhunderts
- 2.8 „Mannschaften der Barmherzigkeit“ – Konvergenzen und Divergenzen zwischen Militär und konfessionellen Genossenschaften
- 3. Der Ausbau der freiwilligen Krankenpflege bis zum Ersten Weltkrieg
- 3.1 Der Kaiserliche Kommissar und die Organisationen des Roten Kreuzes
- 3.2 Die Weiterentwicklung der weiblichen konfessionellen Kriegskrankenpflege
- 3.3 Die Genossenschaft freiwilliger Krankenpfleger im Kriege
- 3.4 Ausblick auf den „Großen Krieg“
- 3.5 Fazit
- 4. Resümee
- 5. Anhang
- 5.1 Biogramme/Biographische Skizzen
- 5.2 Instruktionen und Verträge
- 5.3 Quellenabschriften
- 6. Quellen- und Literaturverzeichnis
- Archivalien
- Gedruckte Quellen
- Literatur
- Abkürzungsverzeichnis