
Die Ursachen für den Zusammenbruch der Sowjetunion (1917–1945)
Eine ordnungstheoretische Analyse
- 272 Seiten
- German
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Die Ursachen für den Zusammenbruch der Sowjetunion (1917–1945)
Eine ordnungstheoretische Analyse
Über dieses Buch
Der ordnungstheoretische Ansatz bietet die wissenschaftlichen Grundlagen für diese dreiteilige Interpretation der Wirtschaftsgeschichte der Sowjetunion und der SBZ/DDR. Die makroökonomische ordnungstheoretische Analyse basiert auf W. Eucken und der mikroökonomische Ansatz auf E. Gutenberg.
Im Gefolge der Oktoberrevolution von 1917 unternahmen Lenin und Stalin in der Sowjetunion auf der Basis der Theorien von Marx und Engels ein gigantisch utopisch-holistisches Experiment. Als Modell diente ihnen die deutsche Kriegswirtschaft im Ersten Weltkrieg. Im totalen Krieg (1914–1918, und auch 1939–1945) wurde die Produktionsgüterindustrie auf Kosten der Verbrauchsgüterindustrie ausgebaut. Unter Lenin wurden zudem die Banken, das Eigentum an Grund und Boden sowie die Unternehmen der Großindustrie konfisziert und damit die Grundlagen für Stalins ersten Fünfjahresplan (1928–1932/33) gelegt. Gesteuert wurde die sozialistische Zentralplanwirtschaft politisch, mittels Direktiven.
Die bevorzugte Entwicklung der Schwerindustrie (vor allem der Rüstungsindustrie) auf Kosten der Konsumgütererzeugung sollte bis zum Zusammenbruch 1989/91 das Hauptmerkmal aller Fünfjahrespläne in der Sowjetunion bleiben.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- ERSTER TEIL
- Zur Einführung
- I. Zur Genealogie der Ordnungstheorie: Wirtschaftsordnungen werden durch die Planungs- und Lenkungssysteme in Verbindung mit den Eigentumsverhältnissen an den Produktionsmitteln abgegrenzt
- II. Ideologische Grundlagen: Marxistisch-leninistisch-stalinistische Weltanschauung, Religion und der „Neue Mensch“
- III. Die Rückwirkungen der Kriegswirtschaft des Ersten Weltkrieges (1914-1918), die wirtschaftsordnungspolitischen Experimente in Rußland, Ungarn, Deutschland und Österreich und die Ludwig von Mises-These, daß eine Wirtschaftsrechnung im marktlosen Sozialismus unmöglich ist
- IV. Die drei ersten „Fünfjahrespläne des sozialistischen Aufbaus der UdSSR“ (1928-1942), die Kreditreform vom 30. Januar 1930 als Modell für die Transformation in der Sowjetisch besetzten Zone Deutschlands und der Außenhandel Rußlands (1891-1938)
- V. Im Gefolge der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution von 1917 unternehmen Lenin und Stalin auf der Basis von Karl-Marx ein gigantisches utopisch-holistisches Experiment, das zum ökonomisch determinierten Zusammenbruch 1990/91 führte