
Menschenwürde ohne Metaphysik
Beiträge des Workshops auf dem 29. Weltkongress der Internationalen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie (IVR) in Luzern, Schweiz, Juli 2019
- 254 Seiten
- German
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Menschenwürde ohne Metaphysik
Beiträge des Workshops auf dem 29. Weltkongress der Internationalen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie (IVR) in Luzern, Schweiz, Juli 2019
Über dieses Buch
Das Prinzip der Menschenwürde findet heute als moralisches und rechtliches Prinzip eine nahezu weltweite Anerkennung. Als normatives Prinzip verbietet es, Menschen einer "unwürdigen" Behandlung auszusetzen. Fraglich und umstritten ist, ob dieses normative Prinzip in einer spezifischen Eigenschaft des Menschen fundiert ist. Kann oder muss man eine metaphysische Eigenschaft der "Menschenwürde" voraussetzen, um das normative Würde-Prinzip stabil zu begründen? Oder bildet das universelle menschliche Interesse, keiner demütigenden Behandlung ausgesetzt zu werden, die Basis des normativen Prinzips ("Humiliationismus")?
Die Autoren beantworten diese Fragen auf unterschiedliche Weise. "Menschenwürde" verstehen sie dabei nicht als eine Eigenschaft, die dem Menschen von einer transzendenten Instanz verliehen werden kann. Soweit die Autoren der Ansicht sind, dass zur Begründung des normativen Prinzips der Menschenwürde auf metaphysische Elemente nicht verzichtet werden kann, geht es nicht um ontologische Annahmen, sondern um "denknotwendige" Voraussetzungen der Anerkennung eines normativen Prinzips der Menschenwürde. Einhellig ist das Urteil darüber, dass das Prinzip der Menschenwürde aktive staatliche Hilfeleistungen in menschenunwürdigen Situationen fordern kann. Der Band informiert zudem über ein spezifisch ostasiatisches Verständnis der Menschenwürde, das von den in Westeuropa vertretenen Ansätzen teilweise erheblich abweicht.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Inhaltsverzeichnis
- (MARCUS DÜWELL) Menschenwürde und menschliches Selbstverständnis
- (WEI FENG) Menschenwürde, Persönlichkeit und die verfassungsmäßige Kontrolle Oder: Starke Normativität ohne Metaphysik?
- (PHILIPP GISBERTZ-ASTOLFI) Die Sackgassen des Humiliationismus in Metaphysik oder Positivismus
- (HIROSHI HATTORI) Was lehrt das Scheitern der Verwurzelung des Begriffs der „Menschenwürde“ in Japan?
- (ALTAN HEPER) Menschenwürde ohne Metaphysik ist möglich
- (YU-AN HSU) Menschenwürde, Person und Strafrecht
- (YOUNG-WHAN KIM) Rekonstruktion der Diskussion um die Menschenwürde Menschenwürde als ein normativer Anspruch
- (STEPHAN KIRSTE) Menschenwürde als subjektives Recht. Selbstverhältnis in Rechtsverhältnissen
- (SHING-I LIU) Menschenwürde. Ein interkultureller Rechtswert am Beispiel von strafrechtlicher Schuld
- (ULFRID NEUMANN) Interessen und Bedürfnisse als Basis des Prinzips der Menschenwürde. Eine Alternative zur metaphysischen Würdebegründung
- (MOTOTSUGU NISHINO) Ein Versuch zur Grundlegung der Menschenwürde. Orientiert an der Leiblichkeit und Sterblichkeit des Menschenseins
- (MARIJAN PAVČNIK) Brüchigkeit der Menschenwürde
- (DIETMAR VON DER PFORDTEN) Zu einem adäquaten Verständnis der inhärenten, unveräußerlichen Menschenwürde
- (JOSÉ-ANTONIO SANTOS) Das Gedächtnis als epistemisches Element zum Verständnis der Menschenwürde
- (PAUL TIEDEMANN) Menschenwürde und die Tugend der metaphysischen Sparsamkeit
- Register