
Wilhelm Emrich. Zur Lebensgeschichte eines Geisteswissenschaftlers vor, in und nach der NS-Zeit
1945–1959 Wilhelm Emrichs Modellierungen seiner akademischen Existenz
- 342 Seiten
- German
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Wilhelm Emrich. Zur Lebensgeschichte eines Geisteswissenschaftlers vor, in und nach der NS-Zeit
1945–1959 Wilhelm Emrichs Modellierungen seiner akademischen Existenz
Über dieses Buch
Wilhelm Emrich hatte als renommierter Fachvertreter nachhaltigen Einfluss auf mehrere Generationen von Germanisten. Auf Grundlage umfassender archivalischer Recherchen, insbesondere für den am Deutschen Literaturarchiv Marbach befindlichen Nachlass, dokumentiert dieses zweibändige Werk seinen Lebenslauf. Die gründliche Nachzeichnung seiner akademischen Karriere unter den Bedingungen wechselnder politischer Systeme – von der Weimarer Republik über die Zeit des Nationalsozialismus bis in die Bundesrepublik – ermöglicht aufschlussreiche Beobachtungen zu den Aspekten intellektueller Sozialisation.
In diesem zweiten Band werden Emrichs Entnazifizierung und seine Vergangenheitspolitik im Hinblick auf die NS-Zeit untersucht – ermöglicht wurde dadurch seine erfolgreiche akademische Karriere. Ergänzend werden Emrichs Korrespondenzen mit Oskar Seidlin und Alfred von Martin aus den Nachkriegsjahren ediert und kommentiert sowie der Ereigniszusammenhang zur Publikation "Der Urfreund" (1996) von Kurt Mautz betrachtet, der als Schlüsselroman für Emrichs politische Biographie rezipiert wurde.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- INHALT
- DANKSAGUNGEN
- ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
- I (Jörg Schönert) Geisteswissenschaftler vor und nach 1945. Problemkonstellationen, Forschungsrichtungen und Biographien
- II (Jörg Schönert / Wilhelm Schernus) Entnazifizierungsmaßnahmen für Wilhelm Emrich und Mitarbeiter der Schrifttumsabteilung des RMVP (1945–1949): Internierung und Spruchkammerverfahren
- III (Mirko Nottscheid) „Sudetendeutscher Schicksalskampf“ und marxistische Literaturwissenschaft. Zur Laufbahn des Literaturwissenschaftlers Erich Kühne im Nationalsozialismus und in der SBZ/DDR
- IV (Hans-Harald Müller) Verhandlungen über eine Rezension aus dem ‚Dritten Reich‘. Zur Korrespondenz zwischen Wilhelm Emrich und Alfred von Martin vom 24. August bis zum 3. November 1948 Anhang 1: Wilhelm Emrich: Innerlichkeit und Staat (1943) Anhang 2: Auszug aus einer Sammelrezension von Alfred Klemmt (1942)
- V (Jörg Schönert / Wilhelm Schernus) Wilhelm Emrichs ‚Vergangenheitspolitik‘ 1945–1959
- VI (Jens Thiel) Wilhelm Emrichs Spruchkammerverfahren und seine ‚Vergangenheitspolitik‘ nach 1945. Ein Kommentar zu den Kapiteln II und V
- VII (Jörg Schönert / Wilhelm Schernus) Wilhelm Emrichs Neuanfänge ab Sommer 1948
- VIII (Jörg Schönert / Wilhelm Schernus) Wilhelm Emrichs Die Symbolik von Faust II (1957) und Franz Kafka (1958)
- IX (Jörg Schönert / Ralf Klausnitzer) Wilhelm Emrichs Weg an die Freie Universität Berlin (1955 und 1959)
- X (Jörg Schönert / Wilhelm Schernus) Epilog: ‚Urfreunde‘– Wilhelm Emrich und Kurt Mautz (1928–1998)
- ANHANG