Gottfried Kinkel, die Medien und die Revolution 1849/50
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Gottfried Kinkel, die Medien und die Revolution 1849/50

Sechs philologische Studien

  1. 188 Seiten
  2. German
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Gottfried Kinkel, die Medien und die Revolution 1849/50

Sechs philologische Studien

Über dieses Buch

Der Bonner Professor und Märzrevolutionär Gottfried Kinkel (1815-1882) wurde als Ikone der Demokratiebewegung berühmt. Anhand neuer Quellen wird nach der Genese dieses Medienphänomens gefragt. Nur knapp entging der Freischärler Kinkel 1849 einer kriegsrechtlichen Erschießung. Nach seiner Verurteilung zu lebenslanger Zuchthaushaft empörten Karikaturen des wollespulenden Dichters und Kunsthistorikers die liberale Öffentlichkeit. Mit seiner von Carl Schurz ermöglichten Flucht (1850) aus dem Zuchthaus Spandau nach Schottland wurde Kinkel definitiv zum europäischen Freiheitshelden. Er hatte schon im Vorfeld Einiges für diese Aufmerksamkeit getan: mit der unermüdlichen Berichterstattung über seine Auftritte im Preußischen Abgeordnetenhaus für verschiedene Zeitungen und mit seiner Mitarbeit an der lithographischen Nachrichtenagentur der Pfälzer Revolutionsregierung im Mai 1849. Noch in der Haft vollendete er einen Aufsatz über Sozialismus in der Kunst, der hier erstmals in seinen verschiedenen Fassungen rekonstruiert wird. Aber auch die Kontroversen über seine Person nützten seinem Ansehen, die 1849/50 in Zeitungen und Zeitschriften ausgetragen wurden, unter auffällig starker Beteiligung von Frauen. Neben Marie von Bruiningk, die auch ein »Kinkel-Album« organisierte, kam dem Engagement der Ehefrau – der Musikerin und Autorin Johanna Kinkel gesch. Mathieux – besonderes Gewicht zu, die für ihren inhaftierten Mann als Redakteurin und Herausgeberin einsprang.

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Information

Inhaltsverzeichnis

  1. Umschlag
  2. Titel
  3. Impressum
  4. Inhalt
  5. Vorwort
  6. I. Heißlaufender Journalismus. Der für drei Zeitungen schreibende Parlamentarier
  7. II. Journalistische Revolutionsmythen. Kinkel und die lithographischen ›Berichte aus der Pfalz‹ 1849
  8. III. ›Das erste Auftreten des Socialismus in der Malerei‹ (1850). Kinkels Kunstsoziologie aus dem Gefängnis
  9. IV. »Gottfried Kinkel in seiner wahren Gestalt«. Kontroverse Bonn-Impressionen 1848–1850
  10. V. »Denn Fragmente darf man einem Gefangenen nicht übelnehmen.« Johanna Kinkel, Cotta und die »Vermehrung« von Kinkels ›Gedichten‹ (1850)
  11. VI. Des Sängers Fluch. Bruiningk, Zimmermann, Strodtmann und die Geschichte des Kinkel-Albums (1851)
  12. Anmerkungen
  13. Literatur
  14. Abbildungen