
(Kultur)Arbeit der Zukunft!?
Impulse für die aktuelle und zukünftige Debatte
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
Über dieses Buch
Einblick in aktuelle und zukünftige Debatten zur (Kultur)Arbeit.
Der Diskurs über Arbeit brodelt. Philosophin Lisa Herzog zählt die Arbeit "zur menschlichen Natur gehörend", denn die Menschen wollen etwas schaffen und sich als soziale Wesen in einem gemeinsamen Prozess einbringen. Wir leben nach wie vor in einer "Arbeitsgesellschaft", in der alle Arbeit kapitalistischer Logik unterworfen ist: So wird zwar jegliche Betätigung zur Arbeit erklärt, aber letztendlich die Erwerbsarbeit als Maß aller Dinge in den Mittelpunkt gestellt. Notwendige menschliche Tätigkeiten in der Pflege, Bildung und Kultur werden geringer geschätzt und schlechter bezahlt. Arbeit muss also neu bewertet werden: Wie kann sie demokratischer, sozialer, nachhaltiger gestaltet und gerechter verteilt werden? Am Beispiel Kulturarbeit als Modell für eine zutiefst sinnstiftende menschliche Beschäftigung diskutieren Expert:innen wie Tobias Fend, Stefanie Gerold, Lisa Herzog, Michael Hirsch, Sabine Kock, Konrad Paul Liessmann, Andreas Oberprantacher, Barbara Prainsack, Pamela Rath und Michael Wimmer über "gute Arbeit".
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Titel
- Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Einleitung
- „Es gibt überall Menschen, die Ideen haben und ihre Kunst machen wollen.“
- „[…] Kunstproduktion und Kulturvermittlung, in Bereichen, wo Kreativität, Individualität und Reflexion gefragt sind, da lässt sich Kulturarbeit auch nicht günstiger und produktiver machen.“
- „Geht es nicht vielmehr um eine Arbeit, aus der man Befriedigung ziehen kann, eben weil sie auch den Bedürfnissen oder dem ästhetischen Wohlergehen anderer dienen kann?“
- „Künstler:innen erzeugen eine Lebendigkeit der Gesellschaft, die sich nicht in Zahlen ausdrücken lässt. Sie arbeiten an der Schönheit, an der Sinnhaftigkeit des Systems.“
- „Ich halte es für eine ganz notwendige politische Aufgabe, die Imagination als produktive Kraft in die Gesellschaft einzubringen.“
- „Schon für Aristoteles war diese Kreativität Ausdruck der menschlichen Freiheit, also der eigentlichen Bestimmung des Menschen.“
- „Wenn wir also davon ausgehen, dass Kultur mit diesem Gemeinsinn zu tun hat, dann würde Hannah Arendt das eigentlich als Folge der Tätigkeit des Sprechens und Handelns bezeichnen […] um eine Form der Schöpfung, um kein instrumentelles Herstellen, sondern um eine relativ freie Beziehung.“
- „Kunst ist im eigentlichen Sinne nicht Arbeiten, sondern Herstellen, aber nennen wir es mal einfach sinnvolle Arbeit. Eine Künstlerin, eine Kulturarbeiterin kann dann keine sinnvolle Arbeit tun, wenn sie Geld verdienen muss, womit auch immer.“
- „Ob das Arbeit ist und ob diese Arbeit Erwerbsarbeit ist, das wird eine andere Frage sein, aber es wird immer Kunst und Kultur geben, solange es Menschen gibt.“
- „Wir aber halten die Fahne der Kulturarbeit hoch und behaupten, dass bei uns alles ganz anders ist, und wir könnten doch und sollen. Das ist eine Missachtung der herrschenden Machtverhältnisse […].“
- Nachwort
- Biografien
- Bibliografie
- Impressum