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Theologie der Natur und des Menschen
Natürliche Theologie als Quelle rationaler Glaubensverantwortung
- 448 Seiten
- German
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Theologie der Natur und des Menschen
Natürliche Theologie als Quelle rationaler Glaubensverantwortung
Über dieses Buch
"Natürliche Theologie" als eigenständige philosophische Disziplin, die unabhängig von Offenbarung zu einer rationalen Gotteserkenntnis gelangen könnte, ist kaum mehr plausibel – eine Folge u. a. des naturwissenschaftlichen Weltbilds, in dem angeblich kein Platz mehr für Gott ist. Aber sind damit auch die grundsätzlichen Anliegen der Natürlichen Theologie – universale Erkennbarkeit Gottes und Relevanz der Vernunft für den Glauben – obsolet? Oder anders: Ist der auf Offenbarung beruhende christliche Gottesglaube mit den Erkenntnissen der modernen Natur- und Humanwissenschaften in Einklang zu bringen?
In dieser Studie diskutiert der Autor alle wichtigen Aspekte dieser Frage und integriert die theologischen Neuansätze zum Thema in eine konsistente Theorie.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Einleitung
- I. Begriff und wissenschaftliche Stellung der Natürlichen Theologie
- 1. Theologiebegriff
- 1.1 Direkte Theologie
- 1.2 Reflexive Theologie
- 1.2.1 Theologie als Verkündigung
- 1.2.2 Theologie als rationale Reflexion über Gott
- 1.2.3 Theologie als Glaubenswissenschaft
- 1.3 Kirchlichkeit der Theologie
- 2. Naturbegriff
- 2.1 Der alltägliche Sprachgebrauch
- 2.2 Naturbegriff der Naturwissenschaften
- 2.3 Naturbegriff der Philosophie
- 2.3.1 Natur als Wirklichkeitsbereich
- 2.3.2 Die menschliche Natur
- 2.4 Naturbegriff der Theologie
- 2.4.1 Natur als Gegensatz zur Gnade
- 2.4.2 Natur als Schöpfung
- 3. Der Begriff der Natürlichen Theologie
- 3.1 Die natürliche Gotteserkenntnis bzw. die Gotteserkenntnis aus der Schöpfung als Grundlage der Natürlichen Theologie
- 3.2 Die traditionelle Definition
- 3.3 Eine alternative Definition
- 4. Die wissenschaftliche Stellung der Natürlichen Theologie
- Ausblick
- II. Geschichte der Natürlichen Theologie
- 1. Die Wurzeln der Natürlichen Theologie in der Philosophie der Antike
- 1.1 Die Vorsokratiker und die Suche nach dem Urgrund der Wirklichkeit
- 1.2 Sokrates: Ethik als Weg zur Erkenntnis Gottes
- 1.3 Platon und seine Lehre über die Ideen, die Seele und die Theologie
- 1.4 Aristoteles: die Theologie als Erste Philosophie
- 1.5 Epikur und die Stoiker: zwei Varianten des Materialismus und die erste Erwähnung der Natürlichen Theologie
- 1.6 Neuplatonismus: die Lehre vom absoluten Einen als negative Theologie
- 1.6.1 Philon von Alexandrien: die Triade „Gott – Logos – Ideen“
- 1.6.2 Plotin: Theologie des Einen und Metaphysik des Geistes
- 1.7 Zwischenfazit: Die philosophische Gotteslehre der Antike als Antizipation der gesamten Geschichte der Natürlichen Theologie
- 2. Das christliche Altertum (Patristik)
- 2.1 Augustinus: „Das Buch der Natur“ und der alethologische Gottesbeweis
- 2.2 Pseudo-Dionysius Areopagita: drei Wege zu Gott
- 3. Mittelalter
- 3.1 Anselm von Canterbury: Fides quaerens intellectum und der anselmische Gottesbeweis
- 3.2 Thomas von Aquin
- 3.2.1 Die Frage nach der Existenz Gottes: die „quinque viae“
- 3.2.2 Die Frage nach den Eigenschaften Gottes: die Analogielehre
- 4. Neuzeit
- 4.1 René Descartes und seine theistische Metaphysik
- 4.2 Gottfried Wilhelm Leibniz: die Kardinalfrage der Metaphysik und das Prinzip vom zureichenden Grund
- 4.3 Immanuel Kant
- 4.3.1 Kritik der spekulativen Gottesbeweise
- 4.3.2 Das moralische Gottespostulat
- 4.4 Georg Wilhelm Friedrich Hegel: der absolute Idealismus
- 4.5 Exkurs: Nichttheistische Ansätze der philosophischen Gotteslehre als Herausforderung für die Natürliche Theologie
- 4.6 Neuscholastische Apologetik und andere Ansätze der christlichen Philosophie im 19. Jahrhundert
- 5. Die philosophische Theologie in der Gegenwart
- 5.1 Robert Spaemann: der philosophische Aufweis der Vernünftigkeit des christlichen Glaubens
- 5.2 Holm Tetens: die rationale Theologie
- Ausblick
- III. Die biblischen Grundlagen der Natürlichen Theologie
- 1. Altes Testament
- 1.1 Schöpfungstexte am Anfang der Bibel (Gen 1,1–2,4a und 2,4b–24)
- 1.1.1 Gott als der Schöpfer der Welt und des Menschen
- 1.1.2 Der Mensch als Ebenbild Gottes
- 1.2 Schöpfungspsalmen
- 1.2.1 Die Herrlichkeit des Schöpfers und die besondere Stellung des Menschen in der Schöpfung (Psalm 8)
- 1.2.2 Lob der Schöpfung als Ausdruck der Schöpfungsoffenbarung (Psalm 19)
- 1.2.3 Die Ordnung der Welt als Zeichen der Weisheit Gottes (Psalm 104 und Psalm 147)
- 1.2.4 Gottes Wirken in der Schöpfung und in der (Heils-)Geschichte (Psalm 148)
- 1.3 Prophetenschriften
- 1.3.1 Das Buch Jeremia
- 1.3.2 Das Buch Jesaja
- 1.4 Die Weisheitsschriften
- 1.4.1 Das Buch Jesus Sirach
- 1.4.2 Das Buch der Weisheit
- 2. Neues Testament
- 2.1 Die Gleichnisse Jesu als „biblische Natürliche Theologie“?
- 2.2 Der Prolog des Johannesevangeliums
- 2.3 Die Apostelgeschichte
- 2.3.1 Gott als der Schöpfer und der Spender und Erhalter des Lebens (Apg 14,15–17)
- 2.3.2 Anknüpfung an die heidnische Religiosität und Hinweis auf die Schöpfungsoffenbarung (Apg 17,22–31)
- 2.4 Der Römerbrief
- 2.4.1 Die Gotteserkenntnis aus der Schöpfung? (Röm 1,18–23)
- 2.4.2 Das Gesetz Gottes im Herzen der Menschen (Röm 2,12–16)
- Ausblick
- IV. Die kontroverstheologische Diskussion um die Natürliche Theologie
- 1. Das Erste Vatikanische Konzil und die neuscholastische Natürliche Theologie
- 1.1 Der geistesgeschichtliche Kontext der Konstitution Dei Filius
- 1.2 Die Lehre der Konstitution Dei Filius
- 1.2.1 Die natürliche Erkennbarkeit Gottes
- 1.2.2 Die übernatürliche Offenbarung Gottes
- 1.2.3 Das Verhältnis von Glaube und Vernunft
- 1.3 Die neuscholastische Konzeption der Natürlichen Theologie
- 2. Die Antwort der evangelischen Theologie
- 2.1 Die grundsätzliche Verneinung der Natürlichen Theologie durch Karl Barth
- 2.2 Positive Ansätze der evangelischen Theologie (Emil Brunner, Paul Althaus, Paul Tillich, Wolfhart Pannenberg)
- 2.2.1 Zweifache Offenbarung Gottes in der Schöpfung und in Jesus Christus
- 2.2.2 Gottoffenheit des Menschen als Anknüpfungspunkt für die Offenbarung
- 3. Katholische Neubesinnung zu Grundanliegen der Natürlichen Theologie im Vor- und Umfeld des Zweiten Vatikanischen Konzils
- 3.1 Das Offenbarungsverständnis
- 3.2 Das Verhältnis von Natur und Gnade
- 3.3 Transzendentale Offenheit des Menschen für Gott
- 3.4 Die Rolle der Vernunft in der Gotteserkenntnis des Glaubens
- 4. Das Zweite Vatikanische Konzil und neuere Dokumente des kirchlichen Lehramts
- 4.1 Zweites Vatikanisches Konzil: Dogmatische Konstitution Dei Verbum (1965)
- 4.2 Zweites Vatikanisches Konzil: Erklärung Nostra aetate (1965)
- 4.3 Katechismus der Katholischen Kirche (1992)
- 4.4 Johannes Paul II.: Enzyklika Fides et ratio (1998)
- 4.5 Franziskus: Enzykliken Lumen fidei (2013) und Laudato si’ (2015)
- 5. Die Grundanliegen der Natürlichen Theologie in der neueren Theologie
- 5.1 Die Offenbarungsdimension von Schöpfung und Geschichte
- 5.2 Die Relevanz der Vernunft für den Glauben: die rationale Glaubensverantwortung
- 5.3 Das Problem der Natürlichen Theologie und die Frage der Gottesbeweise
- 5.4 Die Rolle der Erfahrung in der Glaubensrechenschaft
- 5.5 Das Projekt der Theologie der Wissenschaft
- 5.6 Neuere Ansätze der protestantischen Theologie
- Zwischenfazit und Ausblick
- V. Theologie der Natur und des Menschen und ihre Relevanz für die Fundamentaltheologie
- 1. Name, Definition und Methode
- 2. Natur als Schöpfung und ihr Offenbarungscharakter
- 2.1 Die Naturauffassung der Bibel
- 2.1.1 Die Welt als Gottes Schöpfungswerk
- 2.1.2 Das Selbstzeugnis Gottes in den Werken der Schöpfung
- 2.2 Die Naturerfahrung des Menschen
- 2.2.1 Die Kontingenz und die Fragen nach Ursprung, Sinn und Ziel der Welt
- 2.2.2 Das naturwissenschaftliche Weltbild und die Fragen nach Anfang und Geschichte des Universums
- 2.3 Die Plausibilität des christlichen Glaubens angesichts der Naturerfahrung des Menschen
- 2.3.1 Die Komplementarität von Schöpfungstheologie und Kosmologie
- 2.3.2 Der christliche Gottesglaube als eine plausible Antwort auf die sich aus der Kontingenzerfahrung ergebende Sinnfrage
- 3. Der Mensch als Ebenbild Gottes und sein Offenbarungscharakter
- 3.1 Die Anthropologie der Bibel
- 3.1.1 Der Mensch als Ebenbild Gottes
- 3.1.2 Das Gesetz Gottes im Herzen des Menschen
- 3.2 Die moralische Selbsterfahrung des Menschen
- 3.2.1 Das Phänomen des Gewissens
- 3.2.2 Humanwissenschaftliche Gewissenstheorien
- 3.3 Die Plausibilität des christlichen Glaubens angesichts der Selbsterfahrung des Menschen
- 3.3.1 Die Komplementarität von theologischer und humanwissenschaftlicher Deutung des Gewissens
- 3.3.2 Der christliche Gottesglaube als eine plausible Erklärung des Gewissensphänomens
- Fazit
- Abkürzungen
- Literaturverzeichnis
- 1. Dokumente des kirchlichen Lehramts
- 2. Weitere Literatur