Welche politische Funktion hatten Nachdrucke im England des 17. Jahrhunderts? Die Studie geht der Frage nach, wie ältere Texte im Kontext des Bürgerkriegs und der Republik (1640–1660) gezielt erneut in Umlauf gebracht wurden. Im Zentrum steht das Phänomen des Textrecyclings: Die Wiederverwendung früherer Schriften diente nicht nur ökonomischen Zwecken, sondern war ein strategisches Mittel, um vergangene Autoritäten, Ideen und Debatten in die politischen, religiösen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen der Gegenwart einzuschleusen.
Analysiert werden Form, Inhalt und Kontext dieser Nachdrucke ebenso wie die Rolle der Akteure, die sie verantworteten – von Druckern über Herausgeber bis hin zu anonymen Initiatoren. Die Arbeit verbindet ideen- und mediengeschichtliche Perspektiven mit Ansätzen der politischen Kulturgeschichte und bietet eine dichte Rekonstruktion der Kommunikations- und Deutungskämpfe im England des 17. Jahrhunderts.
Die Studie erschließt ein bislang unbeachtetes Feld frühneuzeitlicher Öffentlichkeit und richtet sich an Historiker*innen, Theolog*innen sowie Literatur- und Medienwissenschaftler*innen – und an alle, die sich für politische Kommunikation, Repräsentation und Autorität in der Vormoderne interessieren.

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Textrecycling
Nachdrucke und Debattentransfer in England (1640–1660)
- 379 Seiten
- German
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Über dieses Buch
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Information
Thema
GeschichteInhaltsverzeichnis
- Title Page
- Copyright
- Contents
- Titelei
- Inhalt
- Abkürzungen
- 1 Einleitung
- 2 Die Auseinandersetzung um die englische Kirche
- 3 Englands Rolle in Heilsgeschichte und Endzeit
- 4 Religiöse Praxis und Ekklesiologie
- 5 Der Konflikt zwischen Königsgewalt und Parlament
- 6 Schlussbetrachtung
- Abstract
- Register
Häufig gestellte Fragen
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