td {border: 1px solid #cccccc;}br {mso-data-placement:same-cell;}Ovids "Metamorphosen" sind das umfangreichste und einflussreichste mythologische Werk der römischen Literatur. In fünfzehn Büchern und rund 250 kunstvoll ineinander verwobenen Erzählungen schildert Ovid Verwandlungsgeschichten von der Erschaffung der Welt bis in die eigene augusteische Gegenwart: Daphne wird zum Lorbeerbaum, Narziss zur Blume, Arachne zur Spinne, Pygmalions Statue erwacht zum Leben.
Mit eleganter, oft ironischer Sprache und großer erzählerischer Virtuosität verbindet Ovid griechische und römische Mythen zu einem fortlaufenden Erzählstrom, der zugleich als Kompendium antiker Sagenwelt und als raffiniertes literarisches Kunstwerk funktioniert.
Das um das Jahr 8 nach Christus vollendete Werk übte einen enormen Einfluss auf die europäische Kunst- und Literaturgeschichte aus: Von mittelalterlichen Moralisierungen über die Renaissancemalerei (Tizian, Bernini) bis zu Shakespeare und der Oper griffen Generationen von Künstlern auf Ovids Verwandlungsmythen zurück, die bis heute als wichtigste Quelle antiker Mythologie für die europäische Kultur gelten.
