Der Mann ohne Eigenschaften. Erstes Buch
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Der Mann ohne Eigenschaften. Erstes Buch

Über dieses Buch

Robert Musils "Der Mann ohne Eigenschaften" gilt als eines der bedeutendsten – und komplexesten – Romanprojekte der literarischen Moderne. Im Zentrum steht der hochintelligente, aber innerlich unentschlossene Mathematiker Ulrich, der sich, angewidert von der Beliebigkeit fester Überzeugungen, ein "Urlaubsjahr vom Leben" genehmigt und dabei zum distanzierten, ironischen Beobachter der Wiener Gesellschaft wird. Er gerät in den Sog der "Parallelaktion", einer absurden Vorbereitung eines habsburgischen Jubiläumsfestes, die als satirisches Sinnbild für die intellektuelle und politische Orientierungslosigkeit Österreich-Ungarns kurz vor dem Ersten Weltkrieg dient. Musil verbindet in dem Roman essayistische Gedankenschärfe mit psychologisch präziser Figurenzeichnung und einer feinen, oft bitteren Ironie über den bevorstehenden Untergang einer ganzen Weltordnung. Das erste Buch erschien 1930, der Roman blieb jedoch bei Musils Tod 1942 unvollendet und existiert heute in verschiedenen Fortsetzungsfragmenten. Trotz seiner Unvollständigkeit gilt das Werk als Schlüsseltext der literarischen Moderne, vergleichbar mit James Joyce oder Marcel Proust.

Information

Jahr
2026
eBook-ISBN:
9782384612222

Inhaltsverzeichnis

  1. Section 1
  2. 1. Woraus bemerkenswerter Weise nichts hervorgeht
  3. 2. Haus und Wohnung des Mannes ohne Eigenschaften
  4. 3. Auch ein Mann ohne Eigenschaften hat einen Vater mit Eigenschaften
  5. 4. Wenn es Wirklichkeitssinn gibt, muß es auch Möglichkeitssinn geben
  6. 5. Ulrich
  7. 6. Leona oder eine perspektivische Verschiebung
  8. 7. In einem Zustand von Schwäche zieht sich Ulrich eine neue Geliebte zu
  9. 8. Kakanien
  10. 9. Erster von drei Versuchen, ein bedeutender Mann zu werden
  11. 10. Der zweite Versuch. Ansätze zu einer Moral des Mannes ohne Eigenschaften
  12. 11. Der wichtigste Versuch
  13. 12. Die Dame, deren Liebe Ulrich nach einem Gespräch über Sport und Mystik gewonnen hat
  14. 13. Ein geniales Rennpferd reift die Erkenntnis, ein Mann ohne Eigenschaften zu sein
  15. 14. Jugendfreunde
  16. 15. Geistiger Umsturz
  17. 16. Eine geheimnisvolle Zeitkrankheit
  18. 17. Wirkung eines Mannes ohne Eigenschaften auf einen Mann mit Eigenschaften
  19. 18. Moosbrugger
  20. 19
  21. 20. Berührung der Wirklichkeit. Ungeachtet des Fehlens von Eigenschaften benimmt sich Ulrich tatkräftig und feurig
  22. 21. Die wahre Erfindung der Parallelaktion durch Graf Leinsdorf
  23. 22. Die Parallelaktion steht in Gestalt einer einflußreichen Dame von unbeschreiblicher geistiger Anmut bereit, Ulrich zu verschlingen
  24. 23. Erste Einmischung eines großen Mannes
  25. 24. Besitz und Bildung; Diotimas Freundschaft mit Graf Leinsdorf und das Amt, berühmte Gäste in Einheit mit der Seele zu bringen
  26. 25. Leiden einer verheirateten Seele
  27. 26. Die Vereinigung von Seele und Wirtschaft. Der Mann, der das kann, will den Barockzauber alter österreichischer Kultur genießen. Der Parallelaktion wird dadurch eine Idee geboren
  28. 27. Wesen und Inhalt einer großen Idee
  29. 28. Ein Kapitel, das jeder überschlagen kann, der von der Beschäftigung mit Gedanken keine besondere Meinung hat
  30. 29. Erklärung und Unterbrechungen eines normalen Bewußtseinszustandes
  31. 30. Ulrich hört Stimmen
  32. 31. Wem gibst du recht?
  33. 32. Die vergessene, überaus wichtige Geschichte mit der Gattin eines Majors
  34. 33. Bruch mit Bonadea
  35. 34. Ein heißer Strahl und erkaltete Wände
  36. 35. Direktor Leo Fischel und das Prinzip des unzureichenden Grundes
  37. 36. Dank des genannten Prinzips besteht die Parallelaktion greifbar, ehe man weiß, was sie ist
  38. 37. Ein Publizist bereitet Graf Leinsdorf durch die Erfindung »Österreichisches Jahr« große Unannehmlichkeiten; Se. Erlaucht verlangt heftig nach Ulrich
  39. 38. Clarisse und ihre Dämonen
  40. 39. Ein Mann ohne Eigenschaften besteht aus Eigenschaften ohne Mann
  41. 40. Ein Mann mit allen Eigenschaften, aber sie sind ihm gleichgültig. Ein Fürst des Geistes wird verhaftet, und die Parallelaktion erhält ihren Ehrensekretär
  42. 41. Rachel und Diotima
  43. 42. Die große Sitzung
  44. 43. Erste Begegnung Ulrichs mit dem großen Mann. In der Weltgeschichte geschieht nichts Unvernünftiges, aber Diotima stellt die Behauptung auf, das wahre Österreich sei die ganze Welt
  45. 44. Fortgang und Schluß der großen Sitzung. Ulrich findet an Rachel Wohlgefallen. Rachel an Soliman. Die Parallelaktion erhält eine feste Organisation
  46. 45. Schweigende Begegnung zweier Berggipfel
  47. 46. Ideale und Moral sind das beste Mittel, um das große Loch zu füllen, das man Seele nennt
  48. 47. Was alle getrennt sind, ist Arnheim in einer Person
  49. 48. Die drei Ursachen von Arnheims Berühmtheit und das Geheimnis des Ganzen
  50. 49. Beginnende Gegensätze zwischen alter und neuer Diplomatie
  51. 50. Weitere Entwicklung. Sektionschef Tuzzi beschließt, sich über die Person Arnheims Klarheit zu verschaffen
  52. 51. Das Haus Fischel
  53. 52. Sektionschef Tuzzi stellt eine Lücke im Betrieb seines Ministeriums fest
  54. 53. Man führt Moosbrugger in ein neues Gefängnis
  55. 54. Ulrich zeigt sich im Gespräch mit Walter und Clarisse reaktionär
  56. 55. Soliman und Arnheim
  57. 56. Lebhafte Arbeit in den Ausschüssen der Parallelaktion. Clarisse schreibt an Se. Erlaucht und schlägt ein Nietzsche-Jahr vor
  58. 57. Großer Aufschwung. Diotima macht sonderbare Erfahrungen mit dem Wesen großer Ideen
  59. 58. Die Parallelaktion erregt Bedenken. In der Geschichte der Menschheit gibt es aber kein freiwilliges Zurück
  60. 59. Moosbrugger denkt nach
  61. 60. Ausflug ins logisch-sittliche Reich
  62. 61. Das Ideal der drei Abhandlungen oder die Utopie des exakten Lebens
  63. 62. Auch die Erde, namentlich aber Ulrich, huldigt der Utopie des Essayismus
  64. 63. Bonadea hat eine Vision
  65. 64. General Stumm von Bordwehr besucht Diotima
  66. 65. Aus den Gesprächen Arnheims und Diotimas
  67. 66. Zwischen Ulrich und Arnheim ist einiges nicht in Ordnung
  68. 67. Diotima und Ulrich
  69. 68. Eine Abschweifung: Müssen Menschen mit ihrem Körper übereinstimmen?
  70. 69. Diotima und Ulrich. Fortsetzung
  71. 70. Clarisse besucht Ulrich, um ihm eine Geschichte zu erzählen
  72. 71. Der Ausschuß zur Fassung eines leitenden Beschlusses in bezug auf das Siebzigjährige Regierungsjubiläum Sr. Majestät beginnt zu tagen
  73. 72. Das In den Bart Lächeln der Wissenschaft oder Erste ausführliche Begegnung mit dem Bösen
  74. 73. Leo Fischels Tochter Gerda
  75. 74. Das 4. Jahrhundert v. Chr. gegen das Jahr 1797. Ulrich erhält abermals einen Brief seines Vaters
  76. 75. General Stumm von Bordwehr betrachtet Besuche bei Diotima als eine schöne Abwechslung in den dienstlichen Obliegenheiten
  77. 76. Graf Leinsdorf zeigt sich zurückhaltend
  78. 77. Arnheim als Freund der Journalisten
  79. 78. Verwandlungen Diotimas
  80. 79. Soliman liebt
  81. 80. Man lernt General Stumm kennen, der überraschend auf dem Konzil erscheint
  82. 81. Graf Leinsdorf äußert sich über Realpolitik. Ulrich gründet Vereine
  83. 82. Clarisse verlangt ein Ulrich-Jahr
  84. 83. Seinesgleichen geschieht oder warum erfindet man nicht Geschichte?
  85. 84. Behauptung, daß auch das gewöhnliche Leben von utopischer Natur ist
  86. 85. General Stumms Bemühung, Ordnung in den Zivilverstand zu bringen
  87. 86. Der Königskaufmann und die Interessenfusion Seele-Geschäft. Auch: Alle Wege zum Geist gehen von der Seele aus, aber keiner führt zurück
  88. 87. Moosbrugger tanzt
  89. 88. Die Verbindung mit großen Dingen
  90. 89. Man muß mit seiner Zeit gehn
  91. 90. Die Entthronung der Ideokratie
  92. 91. Spekulation in Geist à la baisse und à la hausse
  93. 92. Aus den Lebensregeln reicher Leute
  94. 93. Dem Zivilverstand ist auch auf dem Weg der Körperkultur schwer beizukommen
  95. 94. Diotimas Nächte
  96. 95. Der Großschriftsteller, Rückansicht
  97. 96. Der Großschriftsteller, Vorderansicht
  98. 97. Clarissens geheimnisvolle Kräfte und Aufgaben
  99. 98. Aus einem Staat, der an einem Sprachfehler zugrundegegangen ist
  100. 99. Von der Halbklugheit und ihrer fruchtbaren anderen Hälfte; von der Ähnlichkeit zweier Zeitalter, von dem liebenswerten Wesen Tante Janes und dem Unfug, den man neue Zeit nennt
  101. 100. General Stumm dringt in die Staatsbibliothek ein und sammelt Erfahrungen über Bibliothekare, Bibliotheksdiener und geistige Ordnung
  102. 101. Die feindlichen Verwandten
  103. 102. Kampf und Liebe im Hause Fischel
  104. 103. Die Versuchung
  105. 104. Rachel und Soliman auf dem Kriegspfad
  106. 105. Hohe Liebende haben nichts zu lachen
  107. 106. Glaubt der moderne Mensch an Gott oder an den Chef der Weltfirma? Arnheims Unentschlossenheit
  108. 107. Graf Leinsdorf erzielt einen unerwarteten politischen Erfolg
  109. 108. Die unerlösten Nationen und General Stamms Gedanken über die Wortgruppe Erlösen
  110. 109. Bonadea, Kakanien; Systeme des Glücks und Gleichgewichts
  111. 110. Moosbruggers Auflösung und Aufbewahrung
  112. 111. Es gibt für Juristen keine halbverrückten Menschen
  113. 112. Arnheim versetzt seinen Vater Samuel unter die Götter und faßt den Beschluß, sich Ulrichs zu bemächtigen. Soliman möchte über seinen königlichen Vater Näheres erfahren
  114. 113. Ulrich unterhält sich mit Hans Sepp und Gerda in der Mischsprache des Grenzgebiets zwischen Über- und Untervernunft
  115. 114. Die Verhältnisse spitzen sich zu. Arnheim ist sehr huldvoll zu General Stumm. Diotima trifft Anstalten, sich ins Grenzenlose zu begeben. Ulrich phantasiert von der Möglichkeit, so zu leben, wie man liest
  116. 115. Die Spitze deiner Brust ist wie ein Mohnblatt
  117. 116. Die beiden Bäume des Lebens und die Forderung eines Generalsekretariats der Genauigkeit und Seele
  118. 117. Rachels schwarzer Tag
  119. 118. So töte ihn doch!
  120. 119. Kontermine und Verführung
  121. 120. Die Parallelaktion erregt Aufruhr
  122. 121. Die Aussprache
  123. 122. Heimweg
  124. 123. Die Umkehrung

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