Johann Peter Eckermanns "Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens" dokumentieren die enge, fast tägliche Zusammenarbeit zwischen dem alternden Dichterfürsten und seinem jungen Sekretär und Vertrauten zwischen 1823 und Goethes Tod 1832.
Eckermann, ein mittelloser, aber hochgebildeter Autodidakt, gewann durch seine literarische Sachkenntnis Goethes Vertrauen und wurde zu einer zentralen Figur in dessen letzten Lebensjahren – als Gesprächspartner, Ordner des literarischen Nachlasses und Mitherausgeber der "Ausgabe letzter Hand".
In sorgfältig protokollierten Gesprächen berichtet er über Goethes Ansichten zu Literatur, bildender Kunst, Naturwissenschaft, Politik, aber auch über alltägliche Beobachtungen, Anekdoten und persönliche Eindrücke des großen Dichters im Ruhestand.
Die zwischen 1836 und 1848 veröffentlichten "Gespräche" gelten als eines der wichtigsten biografischen und geistesgeschichtlichen Zeugnisse über Goethe und werden von vielen Lesern als eigenständiges literarisches Meisterwerk der Beobachtungskunst geschätzt – Nietzsche bezeichnete das Buch als das beste deutsche Buch überhaupt.
