Mit Konversation in der Theaterpause verbindet sich traditionell die Idealvorstellung eines Publikums, das sich – angeregt durch das vorherige Bühnenerlebnis – rhetorisch gekonnt über ästhetische und gesellschaftspolitische Fragen verständigt. Dagegen wird aus kritischer Perspektive unterstellt, derartige Gespräche dienten primär der sozialen Distinktion, bei inhaltlicher Banalität. In dieser Studie werden auf gesprächsanalytischer Basis die für derartige Situationen charakteristischen Praktiken zwischen Kunstkommunikation und Rekreation, Geselligkeit und informellem Lernen erstmals empirisch rekonstruiert.

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Theater im Gespräch
Sprachliche Publikumspraktiken in der Theaterpause
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Theater im Gespräch
Sprachliche Publikumspraktiken in der Theaterpause
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Information
Thema
German LanguageStephan Habscheid, Erika Linz
1Foyer und Pause, Interaktion und Kontext: Zur Einleitung in den Band
unter Mitarbeit von Jan Gerwinski, Christine Hrncal & Eva Schlinkmann
1.1Problemhintergrund und Ausgangsfragen
Foyer- oder Pausengespräch? – Für den Typus der Gespräche, die im Mittelpunkt der folgenden Untersuchungen stehen, erscheinen beide Bezeichnungen gleichermaßen treffend. Die Art der Interaktion, die sich bei derartigen Gelegenheiten entfaltet, ist nämlich ebenso mit den besonderen örtlichen wie mit den spezifischen zeitlichen Umständen des Ereignisses eng verwoben.1 Diese zeiträumlichen und dinglichen Charakteristika der Situation werden in einer praxistheoretischen Perspektive, wie sie dem vorliegenden Band zugrunde liegt (vgl. Kapitel 3, i.d.B.), nicht als äußerliche, determinierende Bedingungen betrachtet (Deppermann, Feilke & Linke 2016a, 5), sondern als Bestandteile der kommunikativen (und über Kommunikation hinausreichenden) und zugleich soziokognitiven Praktiken, deren sinnhafte, individuell zugerechnete Einheiten ‚Handlungen‘ und ihre kulturellen Verstehenshintergründe/Kontexte sind: Praktiken
(1) help institute which mental states and actions humans are and can be in and (2) are the contexts in which humans acquire the wherewithal to be in these states and to perform the actions that compose practices (Schatzki 1996, 12 f.).2
Der Ort, das Theaterfoyer, ist ein öffentlicher, im Unterschied etwa zum privaten Wohnzimmer beim gemeinsamen Fernsehen in der Gruppe (vgl. Holly, Püschel & Bergmann 2001). Mit dem Konzept der Öffentlichkeit bzw. des Publikums verbindet sich nach einer – auch heute noch publizistisch vertretenen – Idealvorstellung des Theaters nicht nur die Vorstellung einer (lokal versammelten) Menschenmenge, die von den Veranstaltern einer öffentlichen Darbietung oder Ausstellung als „Zielgruppe“ (ökonomisch) adressiert wird (Kernbauer 2012, 63; Habscheid, Hrncal, Knipp & Linz 2016a, 464). Vielmehr gilt das Theaterfoyer, aller kulturkritischen Skepsis zum Trotz, vielfach noch immer als „‚Podium‘ einer bürgerlichen Öffentlichkeit, […] eines ‚räsonierenden Publikums‘“, das sich über ästhetische und gesellschaftspolitische Probleme verständigt (Habermas 1962/1990, 69, 96; Linz, Hrncal & Schlinkmann 2016, 524, mit publizistischen Belegen für die Gegenwart).
Zum Gegenstand und/oder Anlass des Räsonnements, dies liegt buchstäblich nahe, kann im Foyergespräch nicht zuletzt das werden, was sich gerade zuvor auf einem kleineren Podium im größeren ereignete: die Aufführung auf der Bühne vor anwesendem Publikum im Saal. Goffman spricht vom ‚Spiel‘ als dem inneren Rahmen des Theaters, der in den äußeren Rahmen des ‚Spektakulums‘, des Theaters als eines sozialen Ereignisses, eingebettet ist (Goffman 1977, 149 ff. und 287ff; Linz, Hrncal & Schlinkmann 2016, 525 f.). In diesem Sinn lassen sich, nach dem Modell eines wechselseitigen Konstitutionsverhältnisses, Foyergespräche auch als eine Art alltägliches Theater verstehen (vgl. zu den Quellen einer derartigen Metaphorik den Überblick von Buss 2009), das sich räumlich und zeitlich um ein künstlerisches Theater herum entfaltet,3 diesem einen institutionellen Rahmen schafft, umgekehrt hiervon angeregt wird und sich teilweise thematisch hierauf bezieht.
Der Ausdruck Theater im Titel des Projekts kann also sowohl wörtlich als auch metaphorisch verstanden werden, mit Referenz zum einen auf mögliche Themengebiete derartiger Gespräche (Sprechen über das Theater; aus Anlass des Theaters), zum anderen auf den ‚theatralen‘ Charakter derartiger Gespräche selbst (alltägliches Sprechen in der Öffentlichkeit als Theater). Eine Brücke zwischen beiden Ebenen schlägt – mit Blick auf das gesellschaftliche Funktionsprinzip des Theaters4 – Hans Georg Soeffner:
Theater und Schauspiel machen darauf aufmerksam, daß wir nicht nur in ihnen, sondern auch in unserem Alltag ‚virtuelle Zuschauer unserer selbst und der Welt‘ sind und daß wir als solche immer auch die ‚Welt in Szene setzen‘ (Soeffner 2001, 168).
Auf dieser Basis stehen im Idealfall die Kommunikation auf der Bühne, die Kommunikation durch das Bühnengeschehen und die Kommunikation im Anschluss daran – noch weit über das Foyergespräch hinaus – in einem engen Zusammenhang:5 „Was ich von einem Abend erwarte, ist relativ simpel: Ich möchte gut unterhalten und gepackt werden, so dass ich mich noch lange über das Stück unterhalten kann.“ So lautete die Antwort des ehemaligen Bürgermeisters von Berlin in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ auf die Frage des Journalisten: „Noch mal zu Ihnen als Zuschauer: Wenn Sie ins Theater gehen, was erwarten Sie von einem Abend dort?“ (Strauß 2017).
Bereits im Blick auf das Bühnengeschehen können eine Ebene der Darstellung von der Ebene des Dargestellten und damit auch hier ein ‚äußerer‘ von einem ‚inneren‘ Rahmen unterschieden werden (Goffman 1977, 149; Linz, Hrncal & Schlinkmann 2016, 526). Für das Dargestellte kann weiter die ‚Welt des Stücks‘ von Bezugnahmen auf die ‚Welt außerhalb des Theaters‘ unterschieden werden; diese und weitere Ebenen können – mit fließenden Übergängen im Rahmen einer dynamischen Praxis – in der anschließenden Interaktion der Zuschauer aufgegriffen bzw. hergestellt werden (Hrncal & Gerwinski 2015; Kapitel 6, i.d.B.).
Das Theaterfoyer und ein Außenbereich sind bereits seitens der Institution als Ort für semi-öffentliche Interaktionen im Publikum hergerichtet, etwa durch eine Möblierung, die es kulturell ermöglicht und nahelegt, sich in kleinen Gruppen, die sich in der Regel bereits vor dem und für den – oftmals gemeinsamen – Theaterbesuch konstituiert haben, im und im Umfeld des Theatergebäudes zum Gespräch zu versammeln (vgl. Kapitel 6, i.d.B.). In solchen Situationen befinden sich andere Besucher – mit unterschiedlichen, auch rahmengebunden wechselnden Beteiligtenstatus (vgl. Goffman 1981a) – zumeist zumindest in prinzipieller Hörweite („‚natural‘ surveillance“, vgl. Bergmann 1990, 219).
Zugleich verweist der Ort auch auf den Pausencharakter der hier stattfindenden Aktivitäten, die typischerweise Kommunikation umfassen, aber auch weit darüber hinaus – in den Bereich primär physischer Praktiken hinein – reichen (s.o.):6 Gastronomische Verpflegung, die Möglichkeit, sich miteinander essend, trinkend und sprechend um einen Bistro-Tisch herum zu positionieren, Gelegenheiten zum gemeinsamen Gehen im Innen- und Außenbereich legen nahe, dass die Pause nicht nur einen Rahmen für andere Aktivitäten, etwa das Theatergespräch, bietet, sondern nicht zuletzt auch als Pause, also für Praktiken der Erholung, Entspannung, Erfrischung, Stärkung etc. genutzt werden kann, wobei Übergänge zwischen unfokussierter und fokussierter Interaktion (vgl. Goffman 1963, 24) zu gestalten sind (vgl., am Beispiel eines Empfangs, Ruoss 2014; zu einer ähnlichen Situierung in der Peer Group-Kommunikation Jugendlicher vgl. Deppermann & Schmidt 2001, 29). Dass der eigentliche Theaterbesuch auch anstrengend sein kann, gehört zu den gängigen Topoi im Pausengespräch.
Mit dem ungezwungeneren Charakter von Pauseninteraktion korrespondieren auf der Ebene der sprachlichen Formate Gattungen des Small Talks und der Konversation, einer – dem Stereotyp nach – „von Kaviarbrötchen und Rosésekt eingerahmten Gesprächsform“ (Linke 1988, 140 f.), z.T. auch der so genannten „homilëischen Diskurse“ (vgl. Kapitel 5, i.d.B.). Unter dem Begriff „homilëischer Diskurs“ werden in der „Funktionalen Pragmatik“ Interaktionstypen, etwa am Arbeitsplatz, gefasst, die sich außerhalb institutioneller Zwecke, formeller und professioneller Rollen vollziehen und die dennoch für die Reproduktion der Institution einen wichtigen, weil komplementären Beitrag leisten (vgl. etwa Rehbein 2012, 85): In homilëischen Diskursen, z.B. beim Lästern über den Chef oder Lehrer, wird spielerisch-kreativ „verhandelt […], was ‚in der Welt [der Institution] nicht aufgeht‘“ (vgl. etwa Rehbein 2012, 89). Als typische Situationen, die den reproduktiven Charakter dieser Art von Kommunikation erkennen lassen, werden Pausengespräche am Arbeitsplatz oder in der Schule (vgl. dazu auch Könning 2015) genannt, die teilweise an eigens von der Institution dafür bereitgestellten Orten stattfinden (Pausenhof, Lehrerzimmer usw.), andererseits in der offiziellen Perspektive der Institution aber auch leicht übersehen werden. Derartige Formate, z.B. theatrale, parodistische Reinszenierungen von Teilen der Vorstellung, sind auch für Pausengespräche im Theater charakteristisch (vgl. Kapitel 8, i.d.B.).
Hierbei kommen auch – in Abhängigkeit vom Wissen der Beteiligten – die spezifischen zeitlichen Umstände des sozialen Ereignisses zum Tragen: Das zeitliche Budget ist durch die Institution bekanntlich begrenzt, aber zumindest für das Publikum typischerweise nicht exakt vorhersehbar, vielleicht auch nicht von vornherein präzise geplant. Dieser Umstand kann bei der individuellen und interaktionalen Gestaltung der Pausen-Aktivitäten prophylaktisch ins Kalkül gezogen werden (vgl. Kapitel 7, i.d.B.), und/oder man stellt sicher, dass die Abfolge von Gong-Zeichen, die das Zu-Ende-Gehen der Pause markieren, situativ wahrgenommen und dann im Blick auf eine Beendigung der Interaktion mehr oder weniger spontan verarbeitet werden kann.
Die räumlichen und zeitlichen Bedingungen der Situation bleiben den Gesprächen nicht äußerlich: Nahe gelegt (und typischerweise aufgegriffen) werden, wie wir gesehen haben, zum einen Praktiken, die, ergänzend zum interaktiven Geschehen im Theatersaal, unter Bedingungen zeitlicher Begrenztheit ein Theater-Publikum konstituieren – und damit das Theater selbst, das ohne ein Publikum nicht möglich ist (Goffman 1977, 144; Linz, Hrncal & Schlinkmann 2016, 525). Zum anderen bieten Foyer und Pause Gelegenheit, sich zu erholen und zu entspannen – bis hin zum geselligen Ausgehvergnügen, bei dem die Pause und das Beisammen-Sein in einem gastronomischen Rahmen im Anschluss an die Vorstellung u.U. den eigentlichen Grund der Aktivität darstellen und wichtiger sein können als die Theatervorstellung selbst (Goffman 1977, 296; Linz, Hrncal & Schlinkmann 2016, 526). Derartige durch Konversation geprägte soziale Situationen – wie der gemeinsame Theaterbesuch – entsprechen „Lebensformen und Freizeitbeschäftigungen“, die traditionell mit ‚bürgerlicher‘ Geselligkeit assoziiert sind (Linke 1988, 134).
Diese eher soziologisch als ästhetisch relevanten Charakteristika stellen vielleicht einen Grund dafür dar, dass über das Kunstpublikum und seine Alltagspraktiken (Habscheid, Hrncal, Knipp & Linz 2016) – aller theoretischen Relevanz der „Entdeckung des Zuschauers“ (Fischer-Lichte 1997) in Rezeptionsästhetik und Theaterwissenschaft zum Trotz – bisher erstaunlich wenig bekannt ist (Kammerer 2012a; Linz, Hrncal & Schlinkmann 2016, 525). Die vorliegenden Studien konzentrieren sich auf den Bereich der bildenden Kunst (vgl. Hausendorf & Müller 2016a), für den Bereich der prozessual-performativen Kunst liegen hingegen noch keine systematisch ausgearbeiteten Untersuchungen zur Publikumskommunikation vor. Insbesondere fehlt es an Arbeiten, die sich der konstitutiven Rolle des Publikums für die Kunst aus empirischer Perspektive widmen (vgl. Hausendorf & Müller 2016a, 29, 42 f.). Vor diesem Hintergrund fragte das Forschungsprojekt „Theater im Gespräch. Sprachliche Kunstaneignungspraktiken in der Theaterpause“, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft von April 2014 bis März 2016 gefördert wurde7 und dessen Ergebnisse – ergänzt um weitere Befunde – mit dem vorliegenden Band vorgestellt werden, nach den sprachlich-kommunikativen Alltagspraktiken des Publikums im Foyer-/Pausengespräch.
Ziel des Projekts war eine empirische, datengeleitete Rekonstruktion des für derartige Gespräche charakteristischen sprachlich-kommunikativen Repertoires. Anknüpfend an eine Pilotstudie mit Unterstützung des Berliner Theaters „Hebbel am Ufer“ und des Siegener „Apollo-Theaters“ wurde mittels Audiodokumentation – eine Videoaufzeichnung wäre wünschenswert gewesen, schied jedoch wegen des zu invasiven Charakters aus – ein Datenkorpus zu Pausengesprächen von Besuchern künstlerischer Theaterproduktionen im „Apollo-Theater Siegen“ und im „Schauspiel Köln“ erhoben (vgl. Kapitel 2, i.d.B.). Anhand dieses Korpus sollten Praktiken der sprachlichen Anschlusskommunikation insbesondere mit Blick auf die folgenden konstitutiven Aspekte analysiert werden:
–sprachlich-interaktionale Verfahren zum Vollzug der spezifischen sozialen Situation des Pausengesprächs als geselliges Ereignis,
–rekonstruktive und transkriptive Verfahren der sprachlichen Bezugnahme auf die ästhetischen Erfahrungen während der Aufführung und
–sprachlich-interaktionale Verfahren der durch das Theater angeregten Reflexion über die eigene Lebenswelt und die gesellschaftliche Wirklichkeit.
Die auf diese Weise zu rekonstruierende, in Routinen der Alltagskommunikation eingebettete Perspektive des Publikums auf das Theater wurde zu anderen Formen und Bereichen der Kunstkommunikation in Beziehung gesetzt. Schließlich sollte das Projekt mit der Erforschung von Sprache in Alltagspraktiken einen Beitrag zu einer praxeologisch fundierten Sprachspiel-/Kulturkonzeption leisten (vgl. Habscheid 2016; Kapitel 3 und 6, i.d.B.).
Es ging dabei von der Annahme aus, dass derartige Gespräche als spezifische soziale Praxis an der Schnittstelle von öffentlicher Kunstinstitution und Geselligkeit sprachliche Aneignungspraktiken von Kunst mit Konversation und „Small Talk“ – metaphorisch: das ‚Foyer‘ mit der ‚Pause‘ – verbinden. – Wie aber sieht diese Verbindung genau aus? Sind z.B. Kunstgespräch und Small Talk bzw. homilëische Diskurse funktional komplementär, bauen Kunstgespräche in bildungssprachlicher Konversation auf Small Talk gesprächsorganisatorisch und beziehungsbezogen auf, oder existieren beide Typen von Interaktion, ggf. mit fließenden Übergängen, funktional unabhängig nebeneinander? Um es vorweg zu nehmen: Jede dieser drei Annahmen kann empirisch zutreffen.
Nach einer weithin vorherrschenden Annahme, die sich z.T. auch heute noch in den gemeinsprachlichen Bedeutungen von Small Talk und Konversation kristallisiert, erfüllen derartige Gespräche in erster Linie Zwecke der Beziehungspflege bzw. elitären Abgrenzung, bei gleichzeitiger inhaltlicher Belanglosigkeit (vgl. Kapitel 5.1, i.d.B.). Hiermit korrespondieren theoretische Positionen, die den Sinn derartiger ‚bürgerlicher‘ Konversation heute vor allem auf der sozialstilistischen Ebene verorten und den vorherrschenden Effekt der statusbezogenen Distinktion zu den inhaltlichen „Trivialitäten über Kunst, Literatur oder Film“ in Kontrast setzen (Bourdieu 1979/2013, 284). Auf der anderen Seite ist der exklusive Charakter bildungssprachlicher Konversation aber nur die eine Seite der Medaille. Ebenso deutlich zeigt sich bei näherem Hinsehen, dass für diejenigen, die das Sprachspiel der Gebildeten (vgl. Steinig 2016; populärwissenschaftlich: Schwanitz 1999, 394 ff.) mehr oder weniger beherrschen, bildungssprachliche Konversation, etwa in der Theaterpause, vielfach einen hoch kooperativen Charakter aufweist: Sie hält den internen Wettbewerb um Statuspositionen in der Gruppe und die Demonstration von „Besser- und Anderswissen“ (Holly 2001, 433) dynamisch im Zaum und stellt eine insgesamt ‚harmonische‘ Atmosphäre (vgl. Linke 1988, 140), wechselseitigen Respekt und Anerkennung, das höfliche Vermeiden von Gesichtsbedrohungen und unterhaltsame Geselligkeit in den Vordergrund. Derartige Praktiken werden auf der Ebene der Interaktionsorganisation ermöglicht bzw. begünstigt durch diverse Merkmale von Small Talk und Konversation, die auf der...
Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Titelseite
- Impressum
- Vorwort
- Inhalt
- 1 Foyer und Pause, Interaktion und Kontext: Zur Einleitung in den Band
- 2 Settings und Sampling
- 3 Methodik I: Erhebung, Aufbereitung, Archivierung, Datenschutz, gesprächslinguistische Auswertung und praxeologische Theoriebildung
- 4 Methodik II: Beobachterparadoxon – die Aufnahmesituation im Gespräch
- 5 Konversation, Small Talk, ‚Bildungssprache‘
- 6 Transkriptive Praktiken der Kunstkommunikation
- 7 Bewertungsinteraktionen
- 8 Rekonstruktive Verfahren
- 9 Ausblick: Theaterpublikumskommunikation im Internet
- Literaturverzeichnis
- Transkriptionszeicheninventar
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