Die Variationskunst im Minnesang
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Die Variationskunst im Minnesang

Studien am Beispiel Heinrichs von Rugge

  1. 300 Seiten
  2. German
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Die Variationskunst im Minnesang

Studien am Beispiel Heinrichs von Rugge

Über dieses Buch

Die grundlegende Beobachtung, dass es sich bei der mittelhochdeutschen Liebeslyrik um eine Kunst der Variation handelt, ist in der Forschung bisher nur partiell für eine konkrete Anwendung in der interpretatorischen Praxis konzeptualisiert worden. Alexander Rudolph begegnet diesem Desiderat mit einer methodischen Neubewertung der Variationskunst im Minnesang sowie einer umfassenden Textarbeit am Beispiel des Minnesängers Heinrich von Rugge. Dabei leistet die Studie zum einen Grundlagenarbeit für das Rugge-Korpus, das von der Forschung bisher weitgehend vernachlässigt wurde. Zum anderen zeigt sie, inwiefern sich am Rugge-Korpus exemplarisch zentrale Verfahren und Strategien der Variationskunst nachvollziehen lassen, die wesentlich für das Textverständnis im Minnesang sind. Ihre These ist es, dass eine Fokussierung auf die Dynamiken der Variation in der Interpretation von Einzeltexten auch die Auseinandersetzung mit den zahlreichen Korpora hochproduktiv macht, die weniger als außerordentliche, sondern vielmehr als 'konventionelle' Beispiele für den Minnesang zu beschreiben sind. Somit zielt die Analyse des Rugge-Korpus auf Fragen und Problematiken, die die Gattung grundsätzlich betreffen.

Häufig gestellte Fragen

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Information

Jahr
2018
ISBN drucken
9783110602197
eBook-ISBN:
9783110603514

Register zentraler Begriffe

Aufgeführt sind hier zum einen die mittelhochdeutschen und zum anderen die literaturwissenschaftlichen Begriffe, die für die Studie von zentraler Bedeutung sind und über die Grenzen eines Teilkapitels hinaus behandelt werden. Davon ausgenommen sind die Begriffe ‚Leid‘ und ‚Variation‘, da sie über den gesamten Verlauf der Studie thematisiert werden.
  • Bote, Botenauftrag 1, 2, 3, 4(Anm. 11)
  • dienen, dienst; Dienst,Frauendienst 1, 2, 3, 4(Anm. 44), 5, 6, 7, 8(Anm. 123), 9, 10, 11, 12, 13, 14(Anm. 317), 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25
  • Dritte 1, 2, 3, 4, 5(Anm. 331), 6, 7, 8, 9, 10, 11
  • êre 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10
  • Frauenrede 1, 2, 3(Anm. 213), 28 (Anm. 216), 4, 5, 6, 7(Anm. 30), 8 (Anm. 33), 9, 10, 11, 12, 13(Anm. 200), 14, 15, 16, 17(Anm. 307), 18, 19, 20, 21(Anm. 376), 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30
  • fröide/vröide 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20
  • fuoge, gefuoge 1, 2, 3, 4, 5
  • Gender 1, 2(Anm. 171), 3, 4(Anm. 236), 5, 6(Anm. 349), 7, 8(Anm. 376), 9, 10, 11(Anm. 436)
  • Gesellschaftskritik 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11
  • gnâde, genâde 1, 2, 3
  • grouz/gruos, grüezen/grüessen 1, 2, 3, 4, 5
  • güete 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9
  • huote 1, 2, 3
  • Imagination 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7
  • Jahreszeit → Natureingang
  • Kohärenz 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13
  • klage 1, 2, 3, 4 (Anm. 194), 5, 6, 7, 8, 9(Anm. 294), 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17
  • Kreuzzugslyrik, Kreuzzugsthematik 1, 2, 3, 4, 5(Anm. 161), 6, 7, 8, 9
  • lôn 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13
  • lop, loben 1, 2, 3, 4, 5, 6(Anm. 355), 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15
  • mâze/mâsse 1, 2, 3, 4, 5(Anm. 433), 6, 7, 8
  • Minneparadox 1, 2, 3, 4, 5, 6(Anm. 202), 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17
  • Mouvance → Varianz, Variance
  • muot, gemüete 1, 2, 3, 4(Anm. 209), 5, 6(Anm. 233), 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15
  • hôher muot 1 (Anm. 109), 2, 3, 4, 5, 6, 7
  • valscher muot 1, 2
  • Natureingang 1, 2, 3(Anm. 207), 4, 5(Anm. 134), 6, 7, 8
  • Paradigma, Paradigmatik 1, 2, 3, 4, 5(Anm. 379), 6, 7, 8(Anm. 24), 9, 10(Anm. 63), 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19(Anm. 175), 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34
  • Performanz, Performativität, Performanzsituation 1, 2(Anm. 352), 3, 4, 5, 6, 7(Anm. 77), 8, 9(Anm. 171), 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21(Anm. 483), 22, 23
  • rât 1, 2, 3(Anm. 200), 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12
  • Religiöse Semantik, religiöse Thematik 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13(Anm. 397), 14, 15(Anm. 494), 16, 1718
  • Sangspruch 1, 2, 3, 4, 5(Anm. 407), 6, 7(Anm. 268),8 (Anm. 340), 9
  • senen, senelich 1, 2, 3, 4, 5
  • Sprechposition, Sprechinstanz 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21(Anm. 423), 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28
  • Sprechhaltung, Sprechweise 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9(Anm. 478), 10, 11
  • ‚Spruchhaftes‘ 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9
  • Syntagma, Syntagmatik 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9(Anm. 155), 10 (Anm. 186), 11 (Am. 205), 12, 13, 14, 15, 16, 17
  • stæte 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9(Anm. 192), 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19(Anm. 463), 20, 21, 22, 23, 24
  • Tagelied 1, 2(Anm. 194), 3 (Anm. 197), 4, 5(Anm. 453), 244 (Anm. 11), 6
  • Transgression 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12
  • triuwe 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10
  • Varianz, Variance 1, 2, 3, 4 (Anm. 243), 5, 6,7
  • wân 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9
  • Wechsel 1, 2, 3(Anm. 185), 4, 5(Anm. 195), 6 (Anm. 250), 7 (Anm. 206), 242 (Anm. 5)
Fußnoten
1 Neben der Zuschreibung von Textkorpora zu seinem Namen wird Heinrich von Rugge auch mehrfach in Texten anderer Autoren genannt: in einer Totenklage, die bei Reinmar von Brennenberg überliefert ist, beim Marner, im dritten Leich Des von Gliers sowie in der Crône Heinrichs von dem Türlin. Vgl. die Belegstellen in der Textausgabe „Dichter über Dichter in mittelhochdeutscher Literatur“: Schweikle 1970, S. 4, 14, 22, 36.
2 München, Staatsbibliothek, clm 4570. Der Nachtrag befindet sich auf Bl. 239v–240v. Zur Datierung Glauche 1994, S. 111 f. Vgl. auch MF(MT), S. 14, und Reichlin 2012, S. 288, Anm. 7.
3 Vgl. MF(MT), S. 14; Glauche 1994, S. 111 f., 114. Im Leich wird im vierten Versikel auf den Tod Kaiser Friedrichs Bezug genommen, der auf das Jahr 1190 datiert wird. Die Entstehung des Leichs und seine uns überlieferte Niederschrift fallen somit wahrscheinlich ins selbe Jahrzehnt.
4 Vgl. Meves (Hg.) 2005, S. 659; Apfelböck 1991, S. 135; Bumke 20045, S. 118.
5 Die variierenden Schreibweisen sind Heinrich von Rucche (A), Hainrich von Ruche (B) und Heinrich von Rugge (C).
6 Im von MF(MT) gänzlich Rugge zugeschriebenen Ton XI liegt zudem eine Parallelüberlieferung mit ebenfalls differenter Autorzuschreibung im Budapester Fragment (Bu) vor (Rudolf von Rotenburg). Sie betrifft jedoch nur Strophen, die in keiner Handschrift unter dem Namen Rugges überliefert sind. Vgl. die Überlieferungsübersicht im Anhang, S. 272 – 274, sowie die Besprechung der Überlieferung von Ton XI im folgenden Kapitel, S. 219 – 222.
7 A wird auf ca. 1275 datiert, B und C auf den Beginn des 14. Jhs., E auf Mitte des 14. Jhs. und Bu auf Ende des 13. Jhs.; vgl. MF(MT), S. 12 f. und 460.
8 Vgl. den Beleg bei Meves (Hg.) 2005, S. 664.
9 Zuerst Pfeiffer 1862. Vgl. die umfassende Übersicht über die zustimmenden Forschungsbeiträge bei Bumke 1976, S. 112, Anm. 349.
10 Schweikle 20102 [1981].
11 Meves (Hg.) 2005, S. 659 – 664. Vgl., darauf Bezug nehmend, in der Folge etwa auch Schnell 2012, S. 160.
12 Vgl. Bumke 1976, S. 61 sowie S. 112 f., Anm. 350.
13 Kasten 2005 [1995], S. 700. Vgl. zuvor bereits Kasten 1986, S. 242. So auch Bumke 20045, S. 117 f.
14 Sie werden gezählt zur sog. „zweite[n] Hochphase“, angesetzt auf 1190 – 1210/20; vgl. Schweikle 19952, S. 87. Dem Jahr 1190 kommt dabei eine kaum zu unterschätzende Bedeutung zu, setzt man hier doch in der Regel den Beginn der „Blütezeit der höfischen Literatur“ an, während Rugge zur „frühe[n] höfischen Literatur“ gezählt wird (so die Terminologie bei Brunner 2010).
15 „Höhepunkt und Überwindung“, 1190 – 1230; vgl. Schweikle 19952, S. 89. Immer wieder ist Rugge in der Forschung als Vorläufer Walthers bezeichnet worden; vgl. etwa die diesbezüglich ausführlichen Überlegungen bei Stamer 1976, S. 184 – 188; Brem 2003, S. 141 f., 145, 150 – 152, 251 – 254. Ashcroft 1996 sieht in seiner Disk...

Inhaltsverzeichnis

  1. Cover
  2. Titelseite
  3. Impressum
  4. Vorwort
  5. Inhalt
  6. I Einleitung
  7. II Das Rugge-Korpus in C
  8. III Das Rugge-Korpus in B
  9. IV Die Verfahren der Variation. Zusammenfassung
  10. Anhang: Überlieferungsübersicht
  11. Literaturverzeichnis
  12. Register zentraler Begriffe