
- 240 Seiten
- German
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Über dieses Buch
Wirtschaftspolitiker verfolgen eine Vielzahl von kurz- und langfristigen Zielen, die einander ergänzen aber auch widersprechen können. Daher müssen wirtschaftspolitische Maßnahmen theoretisch begründet und zielorientiert gestaltet werden. In der vorliegenden Einführung in wichtige Handlungsfelder der Wirtschaftspolitik werden die jeweiligen Ziele und Zielkonflikte, sowie
ordnungs- und prozesspolitische Instrumente der Wirtschaftspolitik kritisch dargestellt. Anhand von Beispielen werden mögliche Wirkungen wirtschaftspolitischer Maßnahmen im Wachstums- und Konjunkturverlauf vor dem Hintergrund nationaler und internationaler Entwicklungstendenzen diskutiert. Fragen der Außenwirtschaftspolitik und der Europäische Integration ergänzen die Darstellung.
Leser vertiefen ihr Verständnis für die Möglichkeiten und Grenzen ordnungs- und prozesspolitischer Maßnahmen zur Erreichung wirtschaftspolitischer Ziele.
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Information
1 Einführung: Grundlagen einer rationalen Wirtschaftspolitik
- − dass unter Wirtschaftspolitik alle Maßnahmen zu verstehen sind, mit denen staatliche oder nicht-staatliche Akteure Einfluss auf den Ablauf des Wirtschaftsgeschehens nehmen,
- − dass die Theorie der Wirtschaftspolitik reflektiert, welche Ziele wirtschaftspolitische Akteure verfolgen und welche Instrumente eingesetzt werden können, um diese Ziele zu erreichen,
- − dass die ökonomische Theorie der Politik auch erklärt, wie wirtschaftspolitische Entscheidungen zustande kommen, also auch die Motive der Akteure untersucht,
- − welche Handlungsfelder der Wirtschaftspolitik und Wechselwirkungen zwischen diesen Bereichen es gibt. Sie unterscheiden zwischen ordnungs- und prozesspolitischen Instrumenten der Wirtschaftspolitik,
- − dass wirtschaftspolitische Eingriffe in der Marktwirtschaft gerechtfertigt sind, wenn Marktversagen vorliegt und staatliches Handeln dazu beitragen kann, wirtschaftspolitische Ziele zu erreichen,
- − dass rationale Wirtschaftspolitik ein umfassendes Zielsystem verwirklichen will und lernen die Phasen rationaler wirtschaftspolitischer Entscheidungsprozesse kennen,
- − dass häufig Gruppeninteressen geltend gemacht werden, die in Widerspruch zu gesellschaftlichen Interessen stehen können. Soweit sich Gruppeninteressen im politischen Entscheidungsprozess durchsetzen können, stößt rationale Wirtschaftspolitik an Grenzen.
1.1 Gegenstand, Akteure und Ziele der Wirtschaftspolitik
| Bereich der Wirtschaftspolitik | Ordnungspolitische Vorgabe (Beispiel) | Prozesspolitischer Eingriff (Beispiel) |
|---|---|---|
| Finanzpolitik | Finanzverfassung (z. B. föderalistisch) | Staatsausgaben, Besteuerung |
| Geldpolitik | Geldordnung (z. B. Befugnisse der Zentralbank) | Geldschöpfung, Leitzinsvariation |
| Stabilisierungspolitik | Vorgaben des StabG, Tarifautonomie | Konjunkturprogramm |
| Umweltpolitik | Internationale Klimaschutzabkommen | Ökosteuer, Emissionsrechtehandel |
| Wachstumspolitik | Leistungsfördernde Eigentumsordnung | Technologieförderung |
| Strukturpolitik | Wettbewerbspolitik, Öffnung regulierter Märkte | Spezifische Subventionen |
| Verteilungspolitik | Eigentumsordnung | Sozialtransfers |
| Außenwirtschaftspolitik | WTO-Regeln (z. B. GATT) | Spezifische Importzölle |
| Europäische Union | EU-Binnenmarkt, Europäische Währungsunion | Technische Detailharmonisierung |
- − die Parlamente der Gebietskörperschaften (in Deutschland: Bund, Länder und Gemeinden), welche Gesetze und Verordnungen beschließen können (Legislative),
- − als Exekutive die Bundes- und Landesregierung(en) sowie die kommunalen Verwaltungen (Umsetzung der Gesetze und Verordnungen) sowie
- − als Jurisdiktion die Gerichte (z. B. Bundesverfassungsgericht, Bundesgerichtshof, Arbeitsgerichte).
1.2 Begründung der Wirtschaftspolitik in der Marktwirtschaft
- − bei Wettbewerbsbeschränkungen: Im Vergleich zu einem Zustand mit funktionierendem Wettbewerb werden dann vermutlich weniger Güter zu höheren Preisen bzw. geringerer Qualität angeboten,
- − bei Existenz externer Effekte: Auf Märkten werden z. B. zu viele Güter angeboten, von denen negative externe Effekte (z. B. Umweltbelastungen) ausgehen und zu wenige Güter, von denen positive externe Effekte ausgehen.
1.3 Phasen rationaler wirtschaftspolitischer Entscheidungsfindung
Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Titelseite
- Impressum
- Vorwort
- Inhalt
- Abkürzungsverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- Tabellenverzeichnis
- 1 Einführung: Grundlagen einer rationalen Wirtschaftspolitik
- 2 Finanzpolitik
- 3 Geldpolitik
- 4 Stabilisierungspolitik
- 5 Umweltpolitik
- 6 Wachstums- und Strukturpolitik
- 7 Verteilungs- und Sozialpolitik
- 8 Außenwirtschaftspolitik
- 9 Europäische Union als Integrationsraum
- 10 Lösungshinweise zu den Aufgaben
- Literaturverzeichnis
- Stichwortverzeichnis