UNIX Shellprogrammierung
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UNIX Shellprogrammierung

  1. 413 Seiten
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UNIX Shellprogrammierung

Über dieses Buch

Hochverfügbarkeit ist ein immer wichtigeres Thema in der IT geworden. Das Buch zeigt, wie Applikationen durch Shellprogramme in den Veritas Cluster Server, Oracle CRS, und den Solaris Cluster eingebunden werden können. Der Bereich »Storageadministration« zeigt, wie mit Hilfe von Shellprogrammen ASM-Disks gesucht werden können und wie gespiegelte Veritas Volumes konsistent erweitert werden können. Im Abschnitt »Tipps und Tricks« wird unter anderem gezeigt, wie man Funktionen nutzen kann, um gestartete Programme zu überwachen und gegebenenfalls automatisiert zu beenden, falls sie nach Aufruf nicht innerhalb einer erwarteten Zeitspanne antworten. Vorzüge von Versionierungssystemen werden exemplarisch anhand von der frei verfügbaren Software »GIT« vorgestellt. Ein Überblick über die für die Programmierung wichtigsten Umgebungsvariablen der Bourne-, Korn- und Bourne again Shell ist ebenso vorhanden, wie auch eine Sektion, welche die Vorzüge von sed oder awk zeigt.

Häufig gestellte Fragen

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Information

1Die Shell

1.1Merkmale

Die Unix Shell ist die Schnittstelle vom Benutzer zum Betriebssystem. Meist handelt es sich bei der Shell um einen Kommandozeileninterpreter (sh, ksh, bash), eher selten um eine GUI (Graphical User Interface -> Benutzeroberfläche). Die Bezeichnung Shell wurde gewählt, da die Schnittstelle wie eine Schale um das Betriebssystem gelegt ist. Die Shell nimmt Kommandos vom Benutzer entgegen, prüft die Syntax und führt bei korrekter Eingabe die gewünschten Aktionen aus. Der User kommuniziert über die Shell mit den Programmen, welche auf dem System installiert sind.
Das Konstrukt von Shell, Systemprogrammen und Kernel ist in Abbildung 1.1 dargestellt:
Abb. 1.1: Die Shell

1.2Häufig eingesetzte Shells

1.2.1Die Bourne-Shell (sh)

Die Bourne-Shell ist eine der ältesten Unix Shells. Sie wurde in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt und galt lange als die Unix-Standardshell. Sie ist benannt nach ihrem Entwickler, Stephen Bourne. Programme, welche in der Bourne-Shell geschrieben werden, laufen meist ohne Änderung auch in der ksh oder bash.
Die wichtigsten Fähigkeiten, welche von der Bourne-Shell abgedeckt werden, sind unter anderem:
Kontrollstrukturen
Signalhandling
skalare Variablen
Funktionsdefinition durch Anwender

1.2.2Kornshell (ksh)

Die Kornshell gilt als Nachfolger der Bourne-Shell. Sie wurde Anfang der 80er Jahre von David G. Korn entwickelt und vorgestellt. Am häufigsten wird derzeit noch die ksh881 eingesetzt.
Zusätzlich zu den Möglichkeiten der Bourne-Shell bietet die Kornshell noch weitere Funktionalitäten, wie zum Beispiel:
Optionale Variablentypisierung
Arrays
Kommandozeilenhistorie
Alias-Generierung
Ganzzahlarithmetik
Job Kontrolle
erweiterte Eingabe- Ausgabefunktionalität
Mit Einführung der ksh932 wurde der Funktionsumfang dieser Shell nochmals erweitert. Die wichtigsten Neuerungen:
arithmethische for-Schleife
Floating-Point-Unterstützung
Discipline-Funktionen
Compound-Variablen
Assoziative Arrays

1.2.3Bourne-again-Shell (bash)

Die Bourne-again-Shell ist als weiterer Nachfolger der Bourne-Shell anzusehen. Die bash gilt als Standardshell in der Linux-Welt. Sie verfügt weitestgehend über die gleichen Funktionalitäten wie die Kornshell, bietet jedoch eine bessere Unterstützung im allgemeinen Umgang als dies in der zumeist noch eingesetzten ksh88 der Fall ist (zum Beispiel durch die Command Completion).

1.3Startprozess der einzelnen Shells

Die vorgestellten Shells unterstützen verschiedene Konfigurationsdateien und weisen somit auch ein unterschiedliches Startverhalten auf.

1.3.1Start einer Bourne-Shell

Wenn die gestartete Bourne-Shell eine Login Shell ist, werden nacheinander die Dateien /etc/profile und ${HOME}/.profile eingelesen. Handelt es sich nicht um eine Login Shell, so wird ein neuer Shell-Prozess gestartet, ohne weitere Konfigurationsdateien einzulesen.
Abbildung 1.2 zeigt, welche Schritte beim Start einer Bourne-Shell durchlaufen werden.
Abb. 1.2: Start einer Bourne-Shell

1.3.2Start einer Kornshell

Die Kornshell kennt zwei Konfigurationsdateien. Wird die Kornshell als Login Shell gestartet, so werden die Dateien /etc/profileund ${HOME}/.profile eingelesen. Ist die Variable ENV gesetzt, wird zusätzlich die in dieser Variablen hinterlegte Datei eingelesen. Wenn es sich nicht um eine Login Shell handelt, wird nur auf die Variable ENV geprüft und gegebenenfalls die dort hinterlegte Datei eingelesen.
Der Start der Kornshell ist in Abbildung 1.3 dargestellt.
Abb. 1.3: Start einer Kornshell

1.3.3 Start einer Bourne-again-Shell

Die Bourne-again-Shell unterscheidet vier verschiedene Startmöglichkeiten.
Interaktive Login Shell
Beim Start als interaktive Login Shell oder mit der Option „--login“,wird erst die /etc/profileg...

Inhaltsverzeichnis

  1. Cover
  2. Titelseite
  3. Impressum
  4. Widmung
  5. Danksagung
  6. Vorwort des Herausgebers
  7. Vorwort
  8. Inhaltsverzeichnis
  9. Tabellenverzeichnis
  10. Abbildungsverzeichnis
  11. 1 Die Shell
  12. 2 Nähere Betrachtung der Shells – Umgebungsvariablen und Settings
  13. 3 Programmieren mit Shells
  14. 4 Datenverarbeitung
  15. 5 Bootsequenzen ab Solaris 10
  16. 6 Hochverfügbarkeit
  17. 7 Versionierungssysteme
  18. 8 Shellprogramme in der Storageadministration
  19. 9 Tipps und Tricks
  20. Literatur
  21. Stichwortverzeichnis