Neo-orthodoxe jüdische Belletristik in Deutschland (1859–1888)
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Neo-orthodoxe jüdische Belletristik in Deutschland (1859–1888)

  1. 280 Seiten
  2. German
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Neo-orthodoxe jüdische Belletristik in Deutschland (1859–1888)

Über dieses Buch

Im Zentrum des Bandes steht ein bislang kaum untersuchtes Phänomen der deutsch-jüdischen Literatur: Die beiden neo-orthodoxen Periodika Jeschurun und Der Israelit, die ab der Mitte des 19. Jahrhunderts als Fortsetzungserzählungen erschienen sind. Diese popularisieren das Ideal einer Partizipation gesetzestreuer Juden an der modernen Gesellschaft und inszenieren das Judentum als Familienreligion in Form von sentimentalen, mehrere Generationen umspannenden Liebesgeschichten. Dieses "Projekt" der Neudefinierung des Judentums, lokalisiert dieses primär im familiären Kontext und zeugt dennoch – oder gerade deshalb – von den komplexen Ordnungs- und Grenzziehungsstrategien des sich pluralisierenden Judentums, sowie einer Neuordnung der Geschlechterrollen. Das Medium der Feuilletonliteratur dient dabei nicht nur der Unterhaltung, sondern fungiert auch als ästhetisches Mittel der religiösen Wissensvermittlung und zeugt zugleich vom Anspruch dieser Literatur, als eigenständige Kunst wahrgenommen zu werden.

Häufig gestellte Fragen

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Personenregister

  • Ascher, Saul 1
  • Baader, Benjamin M. 1, 2 f., 3, 4, 5, 6 f., 7, 8, 9, 10 f., 11, 12, 13, 14 f., 15, 16, 17
  • Bachleitner, Norbert 1
  • Bachtin, Michail M. 1
  • Bamberger, Seligmann Bär 1
  • Barber, Ida 1
  • Barta, Johannes 1, 2, 3 f.
  • Becker, Eva 1, 2, 3, 4, 5 f., 6, 7, 8
  • Bernays, Isaac 1
  • Bhabha, Homi K. 1
  • Bleich, Judith 1
  • Boyarin, Daniel 1, 2, 3, 4
  • Breuer, Mordechai 1, 2 f., 3, 4, 5, 6 f., 7, 8, 9, 10, 11, 12 f., 13 f., 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21 f., 22 f., 23
  • Carlebach, Julius 1, 2 f., 3, 4, 5, 6 f., 7
  • Cohen, Jette 1, 2, 3, 4, 5, 6
  • Costa, Uriel da 1
  • Eliav, Mordechai 1, 2, 3, 4 f.
  • Eliot, George 1
  • Ellenson, David 1, 2, 3, 4, 5
  • Enoch, Samuel 1, 2
  • Erdmann, Johann Eduard 1
  • Erhart, Walter 1, 2, 3, 4, 5, 6
  • Ettlinger, Jakob 1, 2
  • Ferziger, Adam S. 1, 2, 3 f., 4 f., 5, 6, 7, 8
  • Fränkel, David 1
  • Geertz, Clifford 1
  • Geiger, Abraham 1, 2, 3
  • Gelhard, Dorothee 1
  • Goldstein, Ignaz 1
  • Gordis, Daniel 1, 2
  • Greenblatt, Stephen 1, 2
  • Gugenheimer, Joseph 1, 2, 3
  • Guggenheim, Sara (Hirsch, Sara / Hirsch Guggenheim, Sara) 1 f., 2, 3, 4 f., 5, 6, 7, 8, 9, 10 f., 11 f., 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26 f., 27 f., 28, 29, 30, 31, 32, 33
  • Hause, Benedek 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 f., 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19 f., 20, 21 f., 22, 23
  • Heine, Heinrich 1, 2, 3
  • Heintz, Bettina 1, 2, 3
  • Heschel, Susanna 1, 2
  • Hess, Jonathan M. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 f., 10 f., 11, 12, 13, 14 f., 15, 16, 17, 18
  • Heyse, Paul 1
  • Hildesheimer, Esriel 1 f., 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8
  • Hildesheimer, Hirsch 1
  • Hirsch, Isaac 1 f., 2, 3
  • Hirsch, Johanna 1
  • Hirsch, Mendel 1
  • Hirsch, Samson Raphael 1, 2, 3 f., 4, 5 f., 6, 7, 8 f., 9, 10, 11, 12 f., 13, 14 f., 15, 16 f., 17 f., 18, 19, 20 f., 21 f., 22 f., 23, 24, 25 f., 26, 27
  • Hobsbawm, Eric 1, 2, 3, 4, 5
  • Hödl, Klaus 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 f., 9
  • Honegger, Caudia 1, 2, 3
  • Humboldt, Wilhelm von 1
  • Hyman, Paula 1, 2, 3
  • Jacobs, Jürgen C. 1, 2
  • Kant, Immanuel 1, 2, 3
  • Kaplan, Marion 1, 2, 3 f., 4, 5, 6 f., 7, 8, 9, 10, 11
  • Karpeles, Gustav 1, 2, 3
  • Kayserling, Meyer 1
  • Kilcher, Andreas 1, 2 f.
  • Kock, Paul de 1
  • Kohn, Salomon 1, 2
  • Krobb, Florian 1, 2 f.
  • Lamping, Dieter 1, 2
  • Lässig, Simone 1, 2 f., 3, 4, 5, 6, 7
  • Lehmann, Jon 1, 2, 3
  • Lehmann, Markus 1 f., 2, 3 f., 4, 5, 6 f., 7, 8, 9, 10, 11, 12 f., 13, 14, 15, 16, 17 f., 18, 19, 20, 21 f., 22, 23, 24
  • Leibrock, August 1
  • Lessing, Gotthold Ephraim 1, 2, 3, 4, 5
  • Levinsohn, Isaak Bär 1
  • Lewald, Fanny 1 f., 2, 3, 4 f., 5
  • Lezzi, Eva 1, 2, 3
  • Liberles, Robert 1, 2, 3, 4
  • Matts, Peter von 1, 2, 3, 4
  • Meiring, Kerstin 1, 2
  • Meyerbeer, Giacomo 1
  • Morgenstern, Matthias 1, 2, 3, 4, 5, 6
  • Mosse, George L. 1, 2, 3, 4
  • Neumann, Birgit 1, 2, 3 f., 4, 5
  • Nünning, Ansgar 1, 2, 3, 4 f., 5, 6
  • Orosz, Magnolda 1
  • Palleske, Emil 1
  • Pestalozzi, Johann Heinrich 1, 2 f.
  • Philippson, Ludwig 1, 2, 3
  • Podewski, Madleen 1, 2 f., 3 f., 4, 5, 6, 7 f., 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18
  • Rodenberg, Julius 1
  • Roquette, Otto 1
  • Rousseau, Jean-Jaques 1
  • Ru, Yi-Ling 1
  • Ruderman, David B. 1, 2, 3, 4 f., 5
  • Salomon, Gotthold 1, 2, 3, 4, 5
  • Schiller, Friedrich von 1 f., 2, 3 f., 4
  • Schulte, Christoph 1 f., 2, 3, 4
  • Shedletzky, Itta 1, 2, 3, 4 f., 5 f., 6, 7, 8 f., 9, 10, 11, 12, 13
  • Sorkin, David 1
  • Stahr, Adolf 1
  • Susteck, Sebastian 1, 2, 3, 4, 5, 6 f., 7, 8, 9
  • Trimberg, Süßkind von 1, 2, 3, 4 f.
  • Volkov, Shulamit 1, 2, 3, 4 f., 5, 6, 7, 8
  • Wechsler, M.H. 1 f.
  • Welter, Barbara 1
  • Wilke, Carsten 1, 2, 3
  • Wirth-Nesher , Hana 1
  • Wokart, Norbert 1
  • Wolf, Joseph 1
Fußnoten
1 Anonym: Die Sabbatheiligung und die religiöse Erziehung unserer Jugend. In: Der Israelit 43 (1887), S. 774.
2 So bezeichnen Hettling und Hoffmann die Werte und Normen des bürgerlichen Weltbildes: „Aus welchen Elementen setzte sich das bürgerliche Weltbild zusammen? Nicht nur mit Ordnung, Fleiß und Sparsamkeit, mit Pflicht, Mäßigung und Selbständigkeit, mit den klassischen ‚bürgerlichen Tugenden‘ also […] sollte man sich beschäftigen. Genauso interessant […] sind die emotionalen Fixsterne wie etwa Liebe, Glaube, Anmut, Hingabe, Freundschaft.“, Hettling, Manfred u. Stefan-Ludwig Hoffmann: Der bürgerliche Wertehimmel. Zum Problem individueller Lebensführung im 19. Jahrhundert. In: Geschichte und Gesellschaft. Zeitschrift für Historische Sozialwissenschaft, 23. Jahrgang/Heft 3 (1997). S. 333–359, hier S. 339. Grundlegend für dieses Buch ist das Verständnis von dem dynamischen Verhältnis zwischen den sich verändernden gesellschaftlichen Normen und den davon beeinflussten Praktiken, welches auch für die Charakterisierung der Partizipationsmöglichkeiten der jüdischen Minderheit an der Mehrheitsgesellschaft hilfreich erscheint: „Die Weltbilder werden nicht nur als kulturelle Weichenstellungen verstanden, die Handeln beeinflußen und bestimmen, sondern im selben Maße als Bestandteile von sozialer Praxis. […] Aus der Spannung zwischen Norm […] und Praxis […] ergaben sich die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Werten und Handlungsformen. Bürgerlichkeit als kulturelles Muster wie als soziale Praxis läßt sich dann als Ergebnis solcher Wechselwirkungen beschreiben. Man kann es paradox formulieren: Werte waren die Leitsterne, mit deren Hilfe die Bürger des 19. Jahrhunderts ihrem Leben Orientierung geben wollten. Diese Markierungspunkte waren jedoch selber keineswegs unveränderlich – sie wandelten sich, veränderten ihre Konstellation untereinander, verschwanden zum Teil. Jenes Handeln, das ...

Inhaltsverzeichnis

  1. Cover
  2. Titelseite
  3. Impressum
  4. Inhalt
  5. Dank
  6. Einleitung
  7. I (Literatur‐)historische Verortung
  8. II Kulturwissenschaftliche Lektüren
  9. Schlussbetrachtungen
  10. Bibliographie
  11. Personenregister