
- 128 Seiten
- German
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eBook - ePub
Über dieses Buch
"Was das Reich der Mitte ausmacht", hat man sich in China selbst ebenso wie außerhalb Chinas seit Jahrhunderten immer wieder gefragt. Helwig Schmidt-Glintzer findet in diesem luziden und so weitreichenden wie knappen Essay die Antwort in der leeren Mitte und in den Bemühungen, diesen Mangel zu kompensieren. Ausgehend von dieser Prämisse leuchtet er zunächst die Identität dessen aus, was unter "China" zu verstehen ist, um dann die der chinesischen Kultur innewohnende Ambivalenz gegenüber Herrschaftsansprüchen zu deuten und die Geschichte der chinesischen Staatlichkeit zu rekonstruieren. Vor diesem Hintergrund wird es möglich, so manches Rätsel zu entschlüsseln, das China dem Westen so oft ist. Vor allem aber wird klar, dass China damit für die globale Moderne möglicherweise besser gerüstet ist als die meisten anderen Länder.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Anmerkungen
1M. Rainer Lepsius, »Die Europäische Union. Ökonomisch-politische Integration und kulturelle Pluralität«, in: Reinhold Viehoff, Rien T. Segers (Hrsg.), Kultur. Identität. Europa. Über die Schwierigkeiten und Möglichkeiten einer Konstruktion. Frankfurt am Main 1999, S. 201.
2Jürgen Osterhammel, »Der sanfte Hegemon«, in: Süddeutsche Zeitung Nr. 252 (3. November 2017), S. 9.
3Yinghong Cheng, »›Is Peking Man Still Our Ancestor?‹ Genetics, Anthropology, and the Politics of Racial Nationalism in China«, in: The Journal of Asian Studies Bd. 76:3 (2017), S. 575–602.
4Vgl. M. Savina, »Monographie de Hainan«. Cahiers de la Société de Géographie de Hanoi, Nr. 17, Hanoi 1929, S. 7; vgl. Edward H. Schafer, Shore of Pearls. Hainan Island in Early Times. Berkeley 1970, S. 86. Zum Konzept der Umwandlung der Provinzen in Republiken siehe Helwig Schmidt-Glintzer, Mao Zedong. Es wird Kampf geben. Eine Biografie. Berlin 2017, S. 75 f.
5Siehe Geremie R. Barmé, The Forbidden City. Cambridge 2008.
6Mark Siemons, Die chinesische Verunsicherung. Stichworte zu einem nervösen System. München 2017, S. 10.
7Mark Siemons, op. cit., S. 21. – Die Feststellungen von Mark Siemons, der nicht nur von der »Leere« des Chinabegriffs, sondern auch von seiner »intellektuellen Ungreifbarkeit« (S. 20) spricht, erinnern an Georg Wilhelm Friedrich Hegels Vorstellungen von China.
8Dass nach der Gründung der Volksrepublik 56 Minderheitenvölker bestimmt wurden, ist eher ein administrativer Notbehelf als eine Beschreibung der wirklichen ethnischen Vielfalt und ihrer regionalen Verteilung gewesen.
9Morris Rossabi (Hrsg.), China Among Equals. The Middle Kingdom and Its Neigbors, 10th–14th Centuries. Berkeley 1983.
10Paul R. Goldin, »Some Shang Antecedents of Later Chinese Ideology and Culture«, in: Journal of the American Oriental Society 137:1 (2017), S. 121–127.
11Siehe hierzu Thomas O. Höllmann, Die chinesische Schrift. Geschichte, Zeichen, Kalligraphie. München 2015.
12So wurden viele Sprachen am Rande Chinas nicht integriert, die im Laufe des Kaiserreiches hinzutraten – und dies bei manchen auch nur zeitweilig – und eine eigene Verschriftung erforderten: Tibetisch, Mongolisch, Mandschurisch, Altkoreanisch.
13Siehe Richard VanNess Simmons, »Whence Came Mandarin? Qīng Guānhuà, the Běijīng Dialect, and the National Standard in Early Republican China«, in: Journal of the American Oriental Society 137:1 (2017), S. 63–88.
14Nicolas Standaert hat zu dem Thema der gleichzeitigen Berücksichtigung der Mütter und besonders der Aufmerksamkeit früher Jesuiten für das Thema der übernatürlichen Geburt eine erhellende Studie vorgelegt. Nicolas Standaert, The Intercultural Weaving of Historical Texts: Chinese and European Stories about Emperor Ku and His Concubines. Leiden und Boston 2016.
15Siehe Susan Richter, Pflug und Steuerruder. Zur Verflechtung von Herrschaft und Landwirtschaft in der Aufklärung. Köln 2015.
16In der mittleren Westlichen Zhou-Zeit, durch das historische Trauma des fehlgeschlagenen Südfeldzugs unter König Zhao. Siehe Lothar von Falkenhausen, Chinese Society in the Age of Confucius (1000–250 BC). The Archaeological Evidence. Los Angeles 2006, S. 56–64 und passim. Den Hinweis verdanke ich Prof. Dr. Achim Mittag, Tübingen.
17David N. Keightley, The Ancestral Landscape: Time, Space, and Community in Late Shang China (ca. 1200–1045 B.C.), China Research Monograph 53. Berkeley 2000, S. 86–91. Vgl. Auch Mark Edward Lewis, The Construction of Space in Early China. Albany 2006.
18Hierzu wird immer wieder das Gespräch Mao Zedongs mit Musikern vom 24. 8. 1956 angeführt. Siehe Helmut Martin, Mao Zedong. Texte. Zweiter Band 1956–1957. München 1979, S. 54–60.
19Siehe meinen Beitrag »Kultur (wen) statt Nation (guo). Das Beispiel der chinesischen Literatur und Philologie«, in: Frank Fürbeth et al. (Hrsg.): Zur Geschichte und Problematik der Nationalphilologien in Europa. 150 Jahre Erste Germanistenversammlung in Frankfurt am Main (1846–1996). Tübingen 1999, S. 901–914.
20Hierzu Christopher Cullen, The Foundations of Celestial Reckoning. Three Ancient Chinese Astronomical Systems. London 2017.
21Siehe hierzu Zhao Shiyu und Du Zhengzhen, »›Birthday of the Sun‹. Historical Memory in Southeastern Coastal China of the Chongzhen Emperor’s Death«, in: Lynn A. Struve (Hrsg.), Time, Temporality, and Imperial Transition. East Asia from Ming to Qing. Honolulu 2005, S. 244–276.
22Siehe hierzu auch Gudula Linck, Yin und Yang. Die Suche nach Ganzheit im chinesischen Denken. Freiburg und München 2017. – Wie solche Vielfalt dann im 20. Jahrhundert dazu umgedeutet wurde, eine moderne »nationale Identität« zu bilden, schildert Andrea Riemenschnitter, Karneval der Götter. Mythologie, Moderne und Nation in Chinas 20. Jahrhundert. Bern 2011.
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Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Titel
- Inhalt
- Vorbemerkung
- I Chinas Identität
- II Die Tradition der unvollständigen Legitimität
- III Die Geschlossenheit einer offenen Welt
- Anmerkungen
- Impressum