Vertrauen verspielt
eBook - ePub

Vertrauen verspielt

Warum wir in Spanien eine neue Partei brauchen

  1. 9 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
eBook - ePub

Vertrauen verspielt

Warum wir in Spanien eine neue Partei brauchen

Über dieses Buch

Die "Bewegung 15. Mai" hat Spanien verändert. Die Demonstrationen gegen Arbeitslosigkeit und den politischen Umgang mit der Wirtschaftskrise machten deutlich, wie tief die Krise ist, in der sich Spanien befindet. Eduardo Maura beschreibt, wie die Gesellschaft sich wandelt: alte traditionellen Sichtweisen auf Probleme und Lösungen funktionieren nicht mehr. Die alte politische Sprache, das Schema von links und rechts ist völlig diskreditiert.

Häufig gestellte Fragen

Ja, du kannst dein Abo jederzeit über den Tab Abo in deinen Kontoeinstellungen auf der Perlego-Website kündigen. Dein Abo bleibt bis zum Ende deines aktuellen Abrechnungszeitraums aktiv. Erfahre, wie du dein Abo kündigen kannst.
Nein, Bücher können nicht als externe Dateien, z. B. PDFs, zur Verwendung außerhalb von Perlego heruntergeladen werden. Du kannst jedoch Bücher in der Perlego-App herunterladen, um sie offline auf deinem Smartphone oder Tablet zu lesen. Weitere Informationen hier.
Perlego bietet zwei Abopläne an: Elementar und Erweitert
  • Elementar ist ideal für Lernende und Profis, die sich mit einer Vielzahl von Themen beschäftigen möchten. Erhalte Zugang zur Basic-Bibliothek mit über 800.000 vertrauenswürdigen Titeln und Bestsellern in den Bereichen Wirtschaft, persönliche Weiterentwicklung und Geisteswissenschaften. Enthält unbegrenzte Lesezeit und die Standardstimme für die Funktion „Vorlesen“.
  • Pro: Perfekt für fortgeschrittene Lernende und Forscher, die einen vollständigen, uneingeschränkten Zugang benötigen. Schalte über 1,4 Millionen Bücher zu Hunderten von Themen frei, darunter akademische und hochspezialisierte Titel. Das Pro-Abo umfasst auch erweiterte Funktionen wie Premium-Vorlesen und den Recherche-Assistenten.
Beide Abopläne sind mit monatlichen, halbjährlichen oder jährlichen Abrechnungszyklen verfügbar.
Wir sind ein Online-Abodienst für Lehrbücher, bei dem du für weniger als den Preis eines einzelnen Buches pro Monat Zugang zu einer ganzen Online-Bibliothek erhältst. Mit über 1 Million Büchern zu über 1.000 verschiedenen Themen haben wir bestimmt alles, was du brauchst! Weitere Informationen hier.
Achte auf das Symbol zum Vorlesen bei deinem nächsten Buch, um zu sehen, ob du es dir auch anhören kannst. Bei diesem Tool wird dir Text laut vorgelesen, wobei der Text beim Vorlesen auch grafisch hervorgehoben wird. Du kannst das Vorlesen jederzeit anhalten, beschleunigen und verlangsamen. Weitere Informationen hier.
Ja! Du kannst die Perlego-App sowohl auf iOS- als auch auf Android-Geräten nutzen, damit du jederzeit und überall lesen kannst – sogar offline. Perfekt für den Weg zur Arbeit oder wenn du unterwegs bist.
Bitte beachte, dass wir Geräte, auf denen die Betriebssysteme iOS 13 und Android 7 oder noch ältere Versionen ausgeführt werden, nicht unterstützen können. Mehr über die Verwendung der App erfahren.
Ja, du hast Zugang zu Vertrauen verspielt von Eduardo Maura im PDF- und/oder ePub-Format sowie zu anderen beliebten Büchern aus Politics & International Relations & Political History & Theory. Aus unserem Katalog stehen dir über 1 Million Bücher zur Verfügung.
Eduardo Maura
Vertrauen verspielt
Warum wir in Spanien eine neue Partei brauchen
Gehören wir jungen Spanier zu einer verlorenen Generation? Über 55 Prozent der jungen Menschen haben keine Arbeit. In den vergangenen fünf Jahren haben mehr als 700 000 Spanier das Land aus wirtschaftlichen Gründen verlassen. Die meisten Auswanderer stehen erst am Beginn ihrer beruflichen Laufbahn. Sie sind jung, sie sind gut ausgebildet, sie sind motiviert, und doch sehen sie in Spanien keine Chance mehr. Das Land scheint ihnen keine Zukunft mehr zu bieten.
Dabei ist Spanien ja eigentlich ökonomisch stark, die viertstärkste Wirtschaftskraft des Euroraums. Aber das Land wird von einer korrupten und unfähigen politischen und wirtschaftlichen Elite beherrscht. Die Regierung spart. Die Renten werden gekürzt, ebenfalls die Arbeitslosenhilfen, viele Sozialleistungen ersatzlos gestrichen. Aber diese Maßnahmen sind völlig ungeeignet, um die strukturellen und konjunkturellen Probleme des Landes zu lösen und die Wirtschaft anzukurbeln. Gerade wegen der hohen Arbeitslosigkeit nimmt der Staat etwa über die Einkommenssteuer viel zu wenig Geld ein. Weil die Einnahmen fehlen, steigt die Staatsverschuldung immer weiter an. Gleichzeitig steigt auch die private Verschuldung. Die Mittelschicht verarmt. Bereits 20 Prozent aller Spanier leben unterhalb der Armutsgrenze. Aber es gibt auch Menschen, die sich sogar noch in der Krise bereichern. Allein im vergangenen Jahr ist die Zahl der spanischen Millionäre um 24 Prozent gestiegen.
Die Krise und der Widerstand
Nicht alle jungen Spanier fliehen oder resignieren. Von Frühling bis Herbst 2011 protestierten Millionen Menschen gegen die herrschende Politik. Es wurde gestreikt, man besetzte die Plätze der großen Städte. In den Medien wurden diese Proteste auch als »Movimiento 15-M«, als »Bewegung 15. Mai« bezeichnet. Die spektakulären Demonstrationen waren aber nur der sichtbare Teil. Tatsächlich war die Bewegung 15-M so stark, weil sie aus einem ganzen Netz unterschiedlicher Initiativen und Gruppierungen bestand, die ganz konkret und vor Ort politische Arbeit leisteten. Es waren Gruppierungen, die gegen Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen oder in der Bildung kämpften, die Menschen unterstützten, deren Wohnungen zwangsgeräumt wurden, die Auswanderer im europäischen Exil vernetzten. Die Bewegung 15-M fand nicht nur auf den Plätzen statt, sondern auch in den Cafés und Kneipen, in den Küchen, in den Familien. Und es ging um mehr als nur um den Protest gegen die Folgen der Wirtschaftskrise, um viel mehr.
Erstens haben sich Individuen zu einem Kollektiv zusammengeschlossen. Vor Mai 2011 konnten die Menschen ihre Probleme nur als persönliche Probleme wahrnehmen. Man hatte seinen Job verloren, man konnte die Nebenkosten nicht mehr bezahlen, die Hypothek nicht mehr begleichen. Man schämte sich dafür, versagt zu haben. Das entspricht einer neoliberalen Logik, die immer das Individuum alleine verantwortlich macht. Nun aber erkannten die Menschen, dass die Schuld nicht bei ihnen liegt, dass es sich eben nicht um ein persönliches Problem handelt, dass sehr viele Menschen betroffen sind, dass wir es mit einem politischen Problem zu tun haben.
Zweitens hat sich der Blick auf die Krise verändert. Sie wurde nicht mehr als eine Art Naturkatastrophe gesehen, gegen die man sich nicht zur Wehr setzen kann, die man einfach erduldet. Lange Zeit haben wir die Korruption und die Unfähigkeit unserer Eliten als etwas betrachtet, mit dem man sich arrangieren muss. Damit ist es jet...

Inhaltsverzeichnis

  1. Cover
  2. Verlag
  3. Eduardo Maura
  4. Über den Autor
  5. Impressum