Schweizer Geschichte für Dummies
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Schweizer Geschichte für Dummies

Über dieses Buch

Die Schweiz hebt sich von seinen europäischen Nachbarn deutlich ab. Nur von ihren Nachbarn? Nein, die Schweiz ist weltweit einzigartig. Ein Staat mit einer einzigartigen Geschichte, einer Geschichte, bei der noch immer viel im Dunkel liegt. Wann fand der Rütlischwur statt? Gab es einen Wilhelm Tell? In »Schweizer Geschichte für Dummies« finden Sie Antworten auf diese Fragen. Georges Andrey erzählt Ihnen, von den alten Helvetiern über die Schlacht bei Morgarten und den Sonderbundskrieg bis zum Eintritt in die UNO, diese spannende und faszinierende Erfolgsgeschichte.

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Information

Verlag
Wiley-VCH
Jahr
2017
ISBN drucken
9783527713875
eBook-ISBN:
9783527810086
Auflage
2
Thema
History
Kapitel 1
Das keltische Volk der Helvetier (300–58 v. Chr.)
Die Schweizer rühmen sich, von den Helvetiern abzustammen. Diese Herkunft erschließt sich nicht so ohne weiteres. Bei der Verteidigung ihrer Sache verfügten sie aber über einen prominenten Fürsprecher: Julius Cäsar. Der Feldherr und Staatsmann verfasste ein halbes Jahrhundert vor Christi Geburt sein Werk Der Gallische Krieg, ein Bericht über seine Feldzüge in diesem Gebiet Westeuropas, das damals noch viel größer war als das heutige Frankreich.
Bemerkenswerterweise räumt der Memoirenschreiber dem Volk der Helvetier und ihrem Land in seinem Buch einen beneidenswerten Stellenwert ein, und das sogar ab den ersten Seiten seines Werkes. Er stellt fest, dass, wie die Belgier im Norden Galliens, auch »die Helvetier die anderen Gallier (übertreffen), weil sie fast täglich Kämpfe mit den Germanen austragen, immer, wenn sie diese entweder von ihrem eigenen Gebiet fernhalten oder wenn sie selbst auf deren Gebiet Krieg führen.« In den Augen Cäsars ergibt sich ein solcher Vergleich zwischen Helvetiern, Belgiern und Galliern ganz von selbst, denn die drei Völker gehören alle zu einem großen Ganzen, dem großen Gallien.
Doch diese tapferen Helvetier – und darauf stützt sich das Abstammungsargument der Schweizer – bewohnen ein Land, dessen Grenzen zu den Zeiten Cäsars mit denen der heutigen Schweiz zusammenfallen. Sogar die Ausdehnung dieses Landstrichs wird präzise angegeben: »in der Länge 240 Meilen und in der Breite 180 Meilen«. Die römische Meile entspricht 1.478 m, sodass man eine Ausdehnung von 345 km von Osten nach Westen, und von 266 km von Norden nach Süden erhält.
Nach Julius Cäsar umfasst das große Volk der Helvetier vier Teilstämme oder Länder (pagi, ein Begriff, den manche Historiker mit der Bezeichnung »Kantone« wiedergeben), er erwähnt jedoch nur einen davon, nämlich die Tiguriner. Heutige Historiker sind sich über die Zugehörigkeit der Tiguriner zum Volk der Helvetier nicht einig. Manche von ihnen verlegen sie in das Gebiet um Avenches.
Das Helvetien Cäsars ist nicht das des Tacitus, des römischen Historikers des 1. Jahrhunderts nach Christus. Cäsar beschreibt als Memoirenautor das Helvetien seiner Epoche; Tacitus schildert das Land, wie es in früheren Zeiten gewesen war: Er kennt es also nicht aus eigener Anschauung, sondern beschäftigt sich mit ihm als berufsmäßiger Geschichtsschreiber: Er wertet schriftliche Zeugnisse und insbesondere Überlieferungen aus, mit all dem, was ihnen an bloßen Mutmaßungen, Verzerrungen und Fabeln anhaftet. Für ihn bewohnen die Helvetier im zweiten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung noch nicht das von seinem Vorgänger beschriebene Territorium, sondern den Süden Deutschlands, entweder das rechte Rheinufer, im Gebiet, das heutzutage zwischen Main und Schwarzwald gelegen ist, oder das zukünftige Franken.
De facto wird allgemein angenommen, dass die Helvetier, wahrscheinlich unter dem Druck der Germanen (bei Cäsar hat man von ihrer gegenseitigen Feindschaft erfahren), den Rhein ungefähr um 150 v. Chr. überqueren. Wo lassen sie sich nieder? Im heutigen Schweizer Mittelland. Dort vermischen sie sich mit den Einheimischen, deren genaue Identität man nicht kennt, die jedoch Sequaner gewesen sein konnt...

Inhaltsverzeichnis

  1. Cover
  2. Über den Autor
  3. Einführung
  4. Teil I: Die Vorfahren der Schweizer (von 300 v. Chr. bis 1291 n. Chr.)
  5. Kapitel 1: Das keltische Volk der Helvetier (300–58 v. Chr.)
  6. Kapitel 2: Die Helvetier, ein gallorömischer Volksstamm (58 v. Chr. – 401 n. Chr.)
  7. Kapitel 3: Burgunder, Alamannen, Ostgoten, Franken und Langobarden (401–1291)
  8. Teil II: Die Schweizer Bünde gegen die Habsburger: die Eroberung einer Freiheit (1291–1648)
  9. Kapitel 4: Die ersten drei Kantone (1291–­1332)
  10. Kapitel 5: Von 3 auf 13 Kantone oder: Von der Freiheit, die erobern will (1332–1513)
  11. Kapitel 6: Die »Republik der Schweizer«, ein Verband zerstrittener Staaten (1513–1648)
  12. Teil III: Die Schweiz im Bannkreis Frankreichs (1648–1815)
  13. Kapitel 7: Ein halbes Jahrhundert interner Kriege (1648–1712)
  14. Kapitel 8: Die Pax Helvetica oder die Lehre von der friedlichen Koexistenz (1712–1789)
  15. Kapitel 9: Die Vorrevolution in der Schweiz (1789–1798)
  16. Kapitel 10: Die helvetische Republik (1798–­1803)
  17. Kapitel 11: Die Eidgenossenschaft der XIX Kantone (1803–1815)
  18. Teil IV: Die Schweiz im Europa der Heiligen Allianz (1815–1848)
  19. Kapitel 12: Die Restauration (1815–1830)
  20. Kapitel 13: Die Regeneration (1830–1845)
  21. Kapitel 14: Der Sonderbund, letzter Bürgerkrieg (1845–1848)
  22. Teil V: Die Schweiz, »Willensnation« (1848–2016)
  23. Kapitel 15: Das goldene Zeitalter der repräsentativen Demokratie (1848–1874)
  24. Kapitel 16: Der Weg zur halbdirekten Demokratie (1874–1914)
  25. Kapitel 17: Die Schweiz im Frieden in einer Welt im Krieg (1914–1918)
  26. Kapitel 18: Zwanzig lange Krisenjahre (1918–1938)
  27. Kapitel 19: Die Schweiz im Frieden in einer Welt im Krieg (da capo) (1939–1945)
  28. Kapitel 20: Wichtige Daten der neueren Geschichte (1945–2016)
  29. Teil VI: Der Top‐Ten‐Teil
  30. Kapitel 21: Zehn wichtige Errungenschaften
  31. Kapitel 22: Zehn Zeugnisse der Fünften Schweiz
  32. Teil VII: Anhang
  33. Anhang A
  34. Stichwortverzeichnis
  35. Wiley End User License Agreement

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