Das kleine Lexikon der Druckersprache
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Das kleine Lexikon der Druckersprache

Alte und neue Fachbegriffe rund um Buchdruck, Satz & Co.

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Das kleine Lexikon der Druckersprache

Alte und neue Fachbegriffe rund um Buchdruck, Satz & Co.

Über dieses Buch

Aus seiner langjährigen Erfahrung als Hersteller erklärt Peter J. Biel in diesem kleinen Lexikon alte und neue Wörter rund um die Druckersprache. Mehr als ein halbes Jahrtausend nach Erfindung des Buchdrucks finden Sie hier historische Fachbegriffe der Drucker ebenso wie heute nicht mehr gebräuchliche Begriffe vom Setzen und Drucken. Über den Tellerrand wird außerdem ein Blick auf die Papierherstellung, das Buchbinden und in das Verlagswesen geworfen. Vom Affenstall bis zum Zwiebelfischhaufen lernen Sie die Eigenheiten der Druckkunst kennen.

Häufig gestellte Fragen

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Information

Verlag
Wiley-VCH
Jahr
2014
ISBN drucken
978EBASE00364
eBook-ISBN:
9783527685714
Auflage
1
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SATINIEREN s. → Kalander
SATZ Der Satz war die vom Setzer erstellte Druckform aus → Lettern, → Druckstöcken und → Blindmaterial. Der Satz hatte immer eine rechteckige Form. Die → Ausgangszeilen und alle anderen Leerräume wurden mit → Blindmaterial aufgefüllt. Der Satz erhielt immer einen → Überschlag am → Kopf und einen → Unterschlag am → Fuß. Der Unterschlag und der Überschlag bestanden aus einer ein → Cicero starken → Reglette und gaben dem Satz Halt und erleichterten das → Ausbinden.
Der rechteckige Satz wurde mit → Schließstegen und → Eisenstegen in den → Schließrahmen der → Druckpresse eingespannt. Der Fachbegriff für diesen Vorgang hieß → Form schließen, bzw. Druckform schließen.
Wurden mehrere Seiten in einer Form gedruckt, mussten die Seiten ausgeschossen werden, s. → Ausschießen.
SATZSCHIFF s. → Setzschiff
SATZSPIEGEL Der Satzspiegel ist die bedruckte Fläche auf einer Buchseite. Er soll nach den „klassischen“ Regeln die gleiche Proportion wie das Buchformat haben. Der Raum zwischen den beiden Seiten eines aufgeschlagenen Buches, also im Bund, soll ungefähr so groß wie der Außenrand an einer Seite sein. Der Raum über dem Satzspiegel kann etwas kleiner sein. Der Rand am Fuß der Seite muss größer sein als die anderen Maße, s. auch → Ausschießen.
SCHELLACK s. → Klischee
SCHIFF s. → Setzschiff
SCHIMMELBOGEN Der Schimmelbogen war oder ist ein nur einseitig bedruckter Bogen. Im gebundenen Buch folgen dabei auf zwei unbedruckte Seiten zwei bedruckte Seiten, weil anstelle eines Bogens zwei Bogen durch die Maschine geführt oder im frühen Buchdruck eine Bogenseite vergessen wurde.
Die doppelten Bogen werden heute im Allgemeinen durch Sensoren erkannt. Die Sensoren messen das durch den Bogen fallende Licht und stoppen die Druckmaschine. Falls die Sensoren, z. B. durch Papierstaub ausfallen, funktioniert diese Doppelbogenkontrolle nicht und der unbedruckte Bogen wird in der Auslage abgelegt.
Vor der Ausrüstung mit Sensoren tastete ein Fühlstift in der Anlage die Bogenstärke ab und hielt notfalls die Maschine an. Der Fühlstift wurde vorher auf die Papierstärke eingestellt.
SCHLIESSRAHMEN Der Schließrahmen war ein Stahlrahmen in der Größe des → Formbettes zur Aufnahme der → Druckform.
SCHLIESSSTEGE s. → Schließzeuge
SCHLIESSZEUGE Schließzeuge waren Eisenstege, mit einem Schraubengang. Sie konnten durch einen Vierkantschlüssel in der Breite verändert werden und dabei die Satzkolumnen im Schließrahmen festklemmen.
Die ersten Buchdrucker verwendeten anstelle der Schließzeuge Holzkeile.
SCHLUSS-„S“ s. → Langes „S“
SCHMALSATZ Schmalsatz ist ein Satz mit sehr kurzen Zeilen. Im Blocksatz ist es bei Schmalsatz oft nicht möglich, optisch gleiche oder annähernd gleiche Wortabstände zu bekommen. Dann sollte auf jeden Fall → Flattersatz gesetzt werden. In Ausnahmefällen, z. B. bei Fließtextanzeigen können allgemein bekannte Wörter abgekürzt werden.
Bei Schmalsatz mit weniger als 35 Buchstaben sollte immer Flattersatz gesetzt werden.
SCHMITZ Schmitz wird ein durch falsche Einstellung der Druckmaschine wenig scharfer, unsauberer Druck genannt.
SCHNELLHASE Besonders schneller Setzer, s. → Draufstechen.
SCHNELLPRESSE s. → Buchdruckmaschine und → Original Heidelberger Zylinder
SCHNELLSCHUSS Ein Schnellschuss ist ein besonders eiliger, dringender Auftrag, für den andere Aufträge zurückgestellt werden müssen. Dazu hörte man in vielen Offizinen: „Der Kunde sitzt auf der Treppe und weint“.
SCHNITT Die offenen Seiten des Buches werden Schnitt genannt: Kopfschnitt, Vorderschnitt und Fuß- oder Schwanzschnitt.
SCHÖN- UND WIDERDRUCK Beim Schön- und Widerdruck werden die beiden Bogenseiten nacheinander bedruckt. Der erste Druck ist der Schöndruck und der Druck auf die Rückseite der Widerdruck. Für den Druck eines 16-seitigen Falz- und Heftbogens werden die Seiten nach nachstehender Aufstellung in Schön- und Widerdruck eingeteilt:
Schöndruck: Seiten 1 / 4 / 5 / 8 / 9 / 12 / 13 / 16 (Äußere Form)
Widerdruck: Seiten 2 / 3 / 6 / 7 /10 / 11 / 14 / 15 (Innere Form)
Die Schöndruckform wird auch die „innere Form“ und die Widerdruckform „äußere Form“ genannt. Die innere Form enthält die Seiten, die nach dem ersten Falzen des Druckbogens im Innenteil des gefalzten Bogens stehen. Die Seiten der äußeren Form stehen auf den Außenseiten des einmal gefalzten Bogens, s. auch → Ausschießen.
SCHRAFFUR Die Schraffur zeigt viele, meist feine Linien, dicht nebeneinander, um Halbtöne vorzutäuschen. Im → Kupferstich werden auch Kreuzschraffuren verwendet, s. auch → Graue Linie.
SCHRÄGSATZ, BOGENSATZ UND RUNDSATZ Schrägsatz und Rundsatz waren mit den rechteckigen → Lettern und dem rechteckigen → Blindmaterial kaum möglich. Vor noch größeren Schwierigkeiten standen die Stempelsetzer beim Satz der Vorlagen für Texte im Stempelkreis.
Zum Schrägsatz gab es dreieckiges Blindmaterial, das aber in den meisten Setzereien nicht vorhanden war. Die Setzer mussten sich mit nassem Papier behelfen, das in die offenen Stellen der mit „normalem“ Blindmaterial gesetzten und schräg gestellten Zeilen gepresst wurde und nach dem Trocknen die „Bastelei“ festhielt.
Manchmal wurden die offenen Stellen auch mit flüssigem Blei ausgegossen.
Einen Bogensatz konnte man mit einem Biegeapparat für → Messinglinien und → Regletten und dreieckigem Ausschluss relativ leicht zusammenbauen. Für den Rundsatz in offiziellen Stempeln, bei denen oft die Schrift zwischen den Linien von zwei Kreisen stand, halfen verschieden große zu einem Kreis geformte Messinglinien und dreieckiges Blindmaterial.
SCHREIBSATZ In dem Maße wie sich der → Offsetdruck in den Jahren zwischen 1960 und 1970 ausbreitete, entstanden alternative Methoden zum Bleisatz. Im sogenannten Schreibsatz wurde der Text auf IBM-Kugelkopfschreibmaschinen geschrieben und reproduziert. Der Kugelkopf trug jeweils eine Schrift in einer Schriftgröße. Beim Wechsel von einer Schrift oder einer Schriftgröße wurde der Kugelkopf ausgetauscht. IBM lieferte zu diesen „Schreibmaschinen“ einen Satzrechner, mit dem Blocksatz ausgegeben werden konnte. Diese Maschinen waren die Vorreiter der Textverarbeitungssysteme, die in den 1970er Jahren eingeführt wurden.
Neben den Kugelkopfschreibmaschinen von IBM gab es auch andere Schreibsatzmaschinen.
SCHRENZ s. → Einbanddecke
SCHRIFT Mit Schrift werden alle Buchstaben, → Punkturen und Zeichen bezeichnet, die zu einer Schrift vorhanden sind. Die Buchstaben können aus Blei, Messing, Kunststoff oder Holz, s. → Plakatschriften, gefertigt sein.
SCHRIFTFAMILIE Schriftfamilie nennt man alle zu einer Schriftart gehörenden Varianten, wie z. B. mager, gewöhnlich, halbfett, fett, kursiv usw.
SCHRIFTGARNITUR Die Schriftgarnitur umfasste alle Kegelgrößen einer Schrift, s. auch → Schriftkegel und → Schriftgrößen.
SCHRIFTGRÖSSEN Schriftgrößen wurden traditionell in Punkt, Abkürzung pt, gemessen. Der Didotpunkt von 0,376 mm nach dem französischen Buchdrucker Didot aus dem Bleisatz ist durch den DTP-Punkt abgelöst worden. Das metris...

Inhaltsverzeichnis

  1. Umschlag
  2. Titelblatt
  3. Impressum
  4. Vorwort
  5. A
  6. B
  7. C
  8. D
  9. E
  10. F
  11. G
  12. H
  13. IJ
  14. K
  15. L
  16. M
  17. N
  18. O
  19. P
  20. Q
  21. R
  22. S
  23. T
  24. U
  25. V
  26. W
  27. Z
  28. Anmerkungen
  29. Literatur