Sichere und kontaminationsfreie Arzneimittel dank intelligenter Hygienekonzepte und Produktionsabläufe: Dieser neue Praxisleitfaden zu Grundlagen und Verfahren der hygienischen Pharmaproduktion deckt alle gängigen Arzneiformen ab.
Von der Personalhygiene über die Herstellungsverfahren der verschiedenen Arzneiformen (fest und flüssig, steril und nicht-steril), von den verwendeten Medien und Hilfsstoffen bis hin zur Verpackung und zur Reinigung der Anlagen werden alle potenziellen Quellen von Kontaminationen unter Berücksichtigung der aktuellen Standards und Prüfverfahren beschrieben und erklärt.
Fertigungsleiter und Qualitätsprüfer in der betrieblichen Praxis sowie Sachverständige in Prüf- und Regulierungsbehörden finden hier zahlreiche in der Praxis bewährte Annleitungen zur Optimierung und Gewährleistung einer hygienisch einwandfreien Produktion der unterschiedlichsten Arzneiformen.

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Hygiene in der Arzneimittelproduktion
Sterile und nicht-sterile Arzneiformen
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Hygiene in der Arzneimittelproduktion
Sterile und nicht-sterile Arzneiformen
Über dieses Buch
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Information
1
Einleitung
In diesem Buch werden alle relevanten hygienischen Aspekte der Pharmaproduktion mit Schwerpunkt auf flüssige, sterile und nicht sterile Arzneiformen sowie auf feste Oralia beschrieben. Im Kapitel 2 Hygiene in der Arzneimittelproduktion steht der Mitarbeiter im Vordergrund. Erläutert wird die medizinische Überwachung der Produktionsmitarbeiter aufgrund von gesetzlichen Regelungen und Guidelines (herausgegeben von WHO und EU). Des Weiteren werden Hygieneschulungen und Bekleidungskonzepte vorgestellt. Intensiv wird im Abschn. 2.1.6 auf den Menschen und seine Körperflora eingegangen. Abgeschlossen wird das Kapitel 2 von der pest control (Schädlingsbekämpfung).
Im Kapitel 3 Herstellung flüssiger, steriler Arzneiformen wird auf das Zonenkonzept und das damit verbundene mikrobiologische Umgebungsmonitoring eingegangen. In der Herstellung der flüssigen, sterilen Arzneiformen wird zwischen aseptischer Produktion und Herstellung mit terminaler Sterilisation unterschieden. Bei letzterem wird die Qualifizierung von Dampfsterilisatoren (Autoklaven) vorgestellt sowie der Einsatz von Bioindikatoren beschrieben. Im Teil Aseptische Herstellung werden verschiedene Indikationstests für die Filterintegrität diskutiert. Im Abschn. 3.5.2 Qualifizierung eines Heißlufttunnels wird die mikrobiologische Qualifizierung mithilfe von bakteriellen Endotoxinen, die als Bioindikatoren eingesetzt werden, vorgestellt. Im Abschn. 3.6 Media Fill wird ausführlich die Durchführung der Prozesssimulation dargelegt. Das Kapitel schließt ab mit einer grafischen Übersicht über die essenziellen Prozessschritte.
Kapitel 4 Herstellung flüssiger, nicht steriler Arzneiformen beschreibt die Herstellung flüssiger, nicht steriler Arzneiformen. Schwerpunkt ist hier der Konservierungsmittelbelastungstest mit mehreren Praxisbeispielen. Anhand eines Tropfenpräparates wird exemplarisch die Herstellprozessvalidierung erläutert.
Im Kapitel 5 Herstellung fester Arzneiformen wird das Zonenkonzept mit seinem mikrobiologischen Umgebungsmonitoring für orale Darreichungsformen präsentiert. Eine Besonderheit dieser Arzneiformen ist ihre niedrige Wasseraktivität (aw), die ihren mikrobiologischen Verderb limitiert. Vorgestellt werden Mikroorganismen mit ihren Anforderungen an bestimmte aw-Bereiche.
Kapitel 6 führt die Reinigungsvalidierung gemäß internationaler Vorschriften an. Die Akzeptanzkriterien werden vorgestellt. Beispielhaft werden die Durchführung und der Erfolg einer mikrobiologischen Reinigungsvalidierung in der Wirkstoffherstellung mittels Endotoxinbestimmung (LAL-Test) beschrieben.
Im Kapitel 7 Verpackung Tabletten/Glas werden die Anforderungen für die Primärverpackung von pharmazeutischen Darreichungsformen dargelegt. Weiterführende Literatur zum Thema Packmittel und Packmittelprüfung wird angegeben.
Im umfangreichen Kapitel 8 Wasser werden Trinkwasser und alle pharmazeutischen Wasserqualitäten vorgestellt. Dazu werden ihre Arzneibuchspezifikationen in Tabellen übersichtlich präsentiert. Auf die Besonderheiten des Musterzugs/Mustertransport für Wasserproben wird in den Abschn. 8.1.1 und 8.1.2 eingegangen. Die deutsche Trinkwasserverordnung einschließlich der neuen gesetzlich vorgeschriebenen Legionellenprüfung wird mit Praxisbeispielen beschrieben. Das Rouging-Phänomen wird in seiner Entstehung beschrieben und gängige Derouging-Methoden werden beispielhaft diskutiert. Als Praxisbeispiel wird ein betroffener WfI-Lagertank gezeigt. Im Abschn. 8.8 Biofilme wird seine Entstehung erläutert und seine Bekämpfungsmaßnahmen werden vorgestellt. Eine rasterelektronische Aufnahme zeigt beispielhaft die Struktur eines im Labor künstlich hergestellten Biofilms. Im Abschn. 8.9 Qualifizierung von Wassersystemen werden die zeitlichen Phasen der Qualifizierungsarbeiten aufgezeigt und die kritischen Parameter diskutiert. Das Wasserkapitel schließt ab mit den Abschn. 8.10 Six Sigma im Wassermonitoring und 8.11 Einsatz der Real-Time PCR als Schnellbestimmungsmethode. Diese PCR-Methode kann für die rasche Detektion von Mikroorganismen, insbesondere Bakterien, eingesetzt werden.
Kapitel 9 Medien beschäftigt sich mit den in der pharmazeutischen Praxis eingesetzten Gasen, Schmier-, Reinigungs- und Desinfektionsmitteln. Im Abschn. 9.3.1 wird die Qualifizierung der Desinfektionsmittelwirkung aufgezeigt.
Kapitel 10 listet alphabetisch über 50 Familien von Mikroorganismen (Bakterien, Pilze und Hefen) auf, die häufig im Umgebungsmonitoring und als Kontaminanten identifiziert werden.
Am Ende des Buches finden sich ein umfangreiches Literaturverzeichnis sowie eine Zusammenstellung wichtiger Formeln, die in der pharmazeutischen Praxis oft Anwendung finden.
2
Hygiene in der Arzneimittelproduktion
Unser heutiger Begriff „Hygiene“ leitet sich ab vom altgriechischen hygieinos = heilsam, gesund. In der griechischen Mythologie war Hygieia (Abb. 2.1) neben ihrer Schwester Panakeia (der Göttin der Medizin und der Zauberei) eine der beiden Töchter des Gottes Asklepios. Der wiederum gilt als Sohn des Apollon. Antike Darstellungen zeigen Asklepios mit einem Stab, um den sich eine Schlange windet. Dieses Bild wird heute noch als Apothekensymbol verwendet. Hygieia wird meist mit einer Schale oder einem Gefäß dargestellt, in denen sie einen Heiltrunk oder frisches Wasser reicht, häufig zusammen mit Schlange und Stab. Im Wort Pan...
Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Inhaltsverzeichnis
- Titelseite
- Autoren
- Impressum
- Vorwort
- Abkürzungen
- 1 Einleitung
- 2 Hygiene in der Arzneimittelproduktion
- 3 Herstellung flüssiger, steriler Arzneiformen
- 4 Herstellung flüssiger, nicht steriler Arzneiformen
- 5 Herstellung fester Arzneiformen
- 6 Reinigungsvalidierung
- 7 Verpackung Tabletten/Glas
- 8 Wasser
- 9 Medien
- 10 Beschreibungen der Bakterien, Pilze und Hefen
- Anhang A Formeln
- Weiterführende Literatur
- Stichwortverzeichnis
- Endbenutzer-Lizenzvereinbarung
Häufig gestellte Fragen
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