„Alles Gescheite ist schon gedacht worden; man muss nur versuchen, es noch einmal zu denken.“
– Goethe –
Vorwort zur 1. Auflage
Im Jahre 1996 bekam ich erste Berührungen mit so genannten Erfindungsmethoden wie WOIS und CROST, was mich nach meinen Erfahrungen mit der Konstruktionssystematik hellhörig gemacht hat. Einmal neugierig geworden, beschloss ich, die Sache weiter zu verfolgen und stieß auf die Bücher von Altschuller. Mittels Internetrecherche und Kontakten zu den Methodik-Softwarehäusern Invention Machine Corporation und später Ideation International Inc. rundete sich das Bild immer mehr ab.
In freier Interpretation des Ausspruchs von John Terninko: „Der beste Weg etwas zu lernen, ist es zu lehren“, habe ich mich daran gemacht, ein TRIZ-Manuskript auf Grundniveau zu verfassen. Für einen ersten Probelauf mussten die Entwicklungsmannschaft eines Automobilzulieferanten und ein Semesterjahrgang an der Universität Gesamthochschule Kassel als „Versuchskaninchen“ dienen. Danach konnten weitere Optimierungsläufe in offenen Seminaren vonstatten gehen, woraus das vorliegende Buch hervorgegangen ist. Viele Seminarteilnehmer, denen mit diesem Manuskript die TRIZ-Welt erschlossen wurde, sind mittlerweile begeisterte Anwender geworden. Einige haben tatsächlich patentfähige Neuerungen entwickeln können.
Mein Antrieb bei TRIZ ist, den Entwicklern in der Praxis eine neue Perspektive systemischen Arbeitens zu eröffnen und Hilfestellung bei der Verstärkung individueller Techniken geben zu wollen. Das Manuskript konnte in der kurzen Zeit von 8 Monaten jedoch nur durch die aktive Mitarbeit von Herrn Dipl.-Ing. C. Gundlach und Herrn Dipl.-Ing. H. Nähler (insbesondere Kap. 8) entstehen, die viele Abbildungen und die Fallbeispiele erstellt haben. Die mühevolle Schreibarbeit hat Frau M. Winter übernommen. Allen dreien sei hierfür herzlich gedankt.
Calden bei Kassel, im Dezember 2001
Bernd Klein
Vorwort zur 3. Auflage
Nachdem nunmehr die zweite Auflage vergriffen ist, bin ich von vielen Studierenden, Seminaristen und Kollegen gedrängt worden, für eine Neuauflage zu sorgen. Mit der vorliegenden Manuskriptversion habe ich mich bemüht, diesen Wünschen nachzukommen. Weil sich das Konzept, mit dem Fokus auf Anwendung von TRIZ, weitestgehend bewährt hat, habe ich mich auf eine „Glättung“ des Textes und die „Modernisierung“ einiger Beispiele beschränkt. Ich hoffe, damit einen Beitrag zu erbringen, vielen Konstrukteuren die TRIZ-Welt zu erschließen und zum besseren Erfolg von Entwicklungsarbeit beizutragen.
Wyk auf Föhr
Bernd Klein
Inhaltsverzeichnis
dp n="8" folio="viii" ? dp n="9" folio="ix" ? dp n="10" folio="x" ? dp n="11" folio="xi" ? Titel Impressum Vorwort zur 1. Auflage Vorwort zur 3. Auflage 1 Einleitung 2 Historischer Hintergrund 3 Qualität von Innovationen 3.1 TRIZ-Anwendungsebenen
3.2 Übertragbare Lösungsansätze
4 Bedeutung der Aufgabenstellung 4.1 Aufgabenformulierung
4.2 Innovationscheckliste
4.3 Zukunftstrends
4.4 Stufen der Evolution
4.5 Aufgezeichnete Evolutionsstufen
4.6 Mini- und Maxiprobleme
4.7 Technologieszenarien
5 Die ideale Maschine 5.1 Visionäre Kriterien
5.2 Physikalische Effekte und Phänomene
5.3 Anpassung an das Ideal
6 Auflösung von Widersprüchen durch Innovationsprinzipien 6.1 Widerspruchsanalyse 6.2 Auflösung von Widersprüchen 6.3 Formulierung eines Widerspruchs 6.4 Formulierung technischer Widersprüche 6.4.1 Neuentwicklung eines funktionaleren Handys
6.4.2 Nutzung der Widerspruchsparameter
6.4.3 Neuentwicklung eines Wärmemessgerätes
6.5 Formulierung physikalischer Widersprüche 6.5.1 Problem der Standzeiterhöhung einer Dichtung
6.5.2 Problem der Toleranzkompensation beim Stanzen
7 Verfahrensprinzipien 7.1 Die 40 innovativen Grundprinzipien 7.2 Beispiele zu den innovativen Grundprinzipien 7.2.1 Arbeiten mit der Widerspruchsmatrix
7.2.2 Ideengenerierung für Konzeptfindung
7.2.3 Alternative Lösungswege
7.2.4 Übertragung auf ein nichttechnisches Problem
7.3 Kombinationen von innovativen Grundprinzipien
7.4 Konzeptideen umsetzen
8 ARIZ-Algorithmus 8.1 Definitionsphase
8.2 Lösungsphase
8.3 Bewertungsphase
8.4 ARIZ-Kompakt-Anwendung
9 Problemformulierung und Funktionsmodell 9.1 Funktionsklassen
9.2 Funktionsmodellierung
10 WEPOL-Analyse 10.1 Technische Minimalsysteme
10.2 Variable Symbolik
10.3 Aufbau und Umwandlung von WEPOL-Analysen
10.4 Konzept der Standardlösungen
10.5 Lösungsvariationen mit WEPOL-Systemen
10.6 Entwicklung von Konzeptalternativen
10.7 WEPOL-Realisierungen
11 Evolutionswege techni...