Kritik und System
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Erkenntnistheoretische Grundlagen kritischer Theorie

  1. 128 Seiten
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Erkenntnistheoretische Grundlagen kritischer Theorie

Über dieses Buch

Die Kritische Theorie hat es mit Gegenständen zu tun, die als unvernünftig und insofern als falsch zu bestimmen sind. Damit stellt sich die Frage, wie in Wahrheit über Falsches zu reden sei, wie kritische Erkenntnis sich erkenntnistheoretisch begründen lasse; denn ließe sie sich nicht begründen, könnte sie keine Geltung beanspruchen und wäre keine Erkenntnis. Die kritische Theorie ist deshalb angehalten, sich von der Tradition philosophischer Erkenntnistheorie, die im Systembegriff kulminiert, abzugrenzen: nichts von ihr abstrakt durchzustreichen, aber alles mit Bestimmtheit der Kritik zu unterziehen. Dieser dritte Band der Reihe »Grundlinien kritischen Denkens» erörtert theoretische Grundlagen jeglicher Kritik, die mehr als bloße Haltung oder pragmatische Mitgestaltung sein will.

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Endnoten

Kritik und System

1 Vgl. Hans-Georg Bensch: Zum Problem der Wahrheit in der traditionell-kritischen Theorie, Repositorium der Leibniz Universität Hannover, https://bit.ly/3aMeNbr (aufgerufen am 11.8.2020), 6 f.
2 Vgl. Tatjana Freytag: Totalität und subjektiver Faktor als Methode, in: Uwe H. Bittlingmayer/Alex Demirović/Tatjana Freytag (Hg.): Handbuch Kritische Theorie Bd. 1, Wiesbaden 2019, 741–754.
3 Vgl. hierzu Daniela Holzer: Kritisches Denken mit negativer Dialektik, in: Uwe H. Bittlingmayer/Alex Demirović/Tatjana Freytag (Hg.): Handbuch Kritische Theorie, Bd. 1, Wiesbaden 2019, 717–739.
4 Vgl. Karl Marx: Das KapitalKritik der politischen Ökonomie Bd. 1, MEW 23, Berlin 1987, 49 ff.
5 Karl Marx: Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, Berlin 1974, 26.
6 Marx: Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, 28.
7 Vgl. Peter Bulthaup: Idealistische und materialistische Dialektik, in: Ders.: Das Gesetz der Befreiung, Lüneburg 1998, 129–146.
8 Vgl. Theodor W. Adorno: Negative Dialektik, Gesammelte Schriften, Bd. 6, Frankfurt am Main 1976.
9 Vgl. zu diesem Sachverhalt Andreas Arndt: Unmittelbarkeit, Berlin 2013.
10 An dieser Stelle wird negative Dialektik materialistisch. Vgl. Michael Städtler: Negative Dialektik und Materialismus, in: Giornale di Metafisica 1 (2015), 92–105.
11 Vgl. G. W. F. Hegel: Wissenschaft der Logik. Zweiter Band. Die Lehre vom Wesen, Gesammelte Werke Bd. 11, Hamburg 1978, 250 ff.
12 Adorno: Negative Dialektik, 39.
13 A. a. O., 29.
14 Das gilt auch für den marxistischen Widerspiegelungspositivismus. Vgl. Hans Heinz Holz: Die Auflösung des Begriffs. Logisch-ontologische Konsequenzen aus derkritischen Theorie‹, in: Frank Deppe/Willi Gems/Heinz Jung (Hg.): Marxismus und Arbeiterbewegung, Frankfurt am Main 1980, 191–205. Holz bezieht sich hier ausführlich auf Peter Bulthaup: Idealistische und materialistische Dialektik, in: Ders.: Das Gesetz der Befreiung, Lüneburg 1998, 129–146, zuerst in: Gesellschaft. Beiträge zur Marxschen Theorie 3, hg. v. H.-G. Backhaus u. a., Frankfurt am Main 1975, 160–177.
15 Adorno: Negative Dialektik, 31.
16 A .a. O., 38.
17 A. a. O., 41.
18 A. a. O., 42.
19 Peter Bulthaup: [Über die Darstellbarkeit philosophischer Tradition], in: Michael Städtler (Hg.): Kontingenz und Begriff. Über das Denken von Geschichte und die Geschichtlichkeit des Denkens (Grundlinien kritischen Denkens 2), Springe 2019, 143.
20 Adorno: Negative Dialektik, 29.
21 Ebd.
22 A. a. O., 30.
23 Ebd.
24 Die – falsche – These vom Übergang der Philosophie in Ästhetik oder gar Kunst wird schon in dem Aufsatz von Thomas Baumeister/Jens Kulenkampff: Geschichtsphilosophie und philosophische Ästhetik. Zu Adornos ›Ästhetischer Theorie‹, in: Neue Hefte für Philosophie 5 (1973), 74–105 vertreten. Sie hält sich dann über Rüdiger Bubner: Kann Theorie ästhetisch werden? Zum Hauptmotiv der Philosophie Adornos, in: Ders.: Ästhetische Erfahrung, Frankfurt am Main 1989, 70–98 bis zu Birgit Recki: Die Metaphysik der Kritik. Zum Verhältnis von Metaphysik und Erfahrung bei Max Horkheimer und Theodor W. Adorno, in: Neue Hefte für Philosophie 30/31 (1991), 139–171. Vgl. kritisch Michael Städtler: Theorie, Kritik, Kunst und Gesellschaft. Zu Gegenstand, Methode und Darstellung kritischer Theorie, in: Zeitschrift für kritische Theorie 20/21 (2005), 52–73.
25 Vgl. Jürgen Habermas: Theorie des kommunikativen Handelns Bd. 1, Frankfurt am Main 1981, 500. Zur Kritik vgl. Michael Städtler: Die theoretische Form der kritischen Theorie. Zur historischen Entwicklung der systematischen Bedeutung des Kritikbegriffs in der Gesellschaftstheorie, in: Uwe H. Bittlingmayer/Alex Demirović/Tatjana Freytag (Hg.): Handbuch Kritische Theorie Bd. 1, Wiesbaden 2019, 279–328, 313.
26 Vgl. Theodor W. Adorno: Der Essay als Form, Gesammelte Schriften Bd. 11, Frankfurt am Main 1974, 9–33, z. B. 32: Der Essay »wird zerrieben zwischen einer organisierten Wissenschaft, in der alle sich anmaßen, alle und alles zu kontrollieren, und die, was nicht auf den Consens zugeschnitten ist, mit dem scheinheiligen Lob des Intuitiven oder Anregenden aussperrt; und einer Philosophie, die mit dem leeren und abstrakten Rest dessen vorliebnimmt, was der Wissenschaftsbetrieb noch nicht besetzte und was ihr eben dadurch Objekt von Betriebsamkeit zweiten Grades wird. Der Essay jedoch hat es mit dem Blinden an seinen Gegenständen zu tun. Er möchte mit Begriffen aufsprengen, was in Begriffe nicht eingeht oder was durch die Widersprüche, in welche diese sich verwickeln, verrät, das Netz ihrer Objektivität sei bloß subjektive Veranstaltung.«
27 Vgl. Maxi Berger: ›Kadenz im Konjunktiv‹. Das Selbstbewusstsein in der Kunstreflexion, in: Dies. (Hg.): Erfahrung und Reflexion. Das Subjekt in Kunst und Kunstphilosophie (Grundlinien kritischen Denkens 1), Springe 2018, 15–38 sowie Peter Bulthaup: Politische Gehalte der Ästhetischen Theorie Adornos, in: Maxi Berger: Erfahrung und Reflexion, 135–144.
28 Vgl. Bubner: Kann Theorie ästhetisch werden?, 74 ff.
29 Oliver R. Scholz: Nachgedanken zu Nachtgedanken: Die Dialektik der Aufklärung im Rückblick, in: Sonja Lavaert/Winfried Schröder (Hg.): Aufklärungskritik und Aufklärungsmythen. Horkheimer und Adorno in philosophiehistorischer Perspektive, Berlin 2018, 53–81, 71.
30 Vgl. Peter Bulthaup: »…ich glaubte…es käme nichts mehr« – Zum Ende der Philosophie, in: Michael Städtler (Hg.): Kontingenz und Begriff. Über das Denken von Geschichte un...

Inhaltsverzeichnis

  1. Cover
  2. Über das Buch
  3. Titel
  4. Impressum
  5. Inhaltsverzeichnis
  6. Kritik und System.
  7. System und geschichtliche Praxis.
  8. Über den Begriff systematischer Erkenntnis bei Kant und Hegel
  9. »Die Anatomie des Menschen ist ein Schlüssel […]«.
  10. Bulthaups immanente Kritik des Elends der Geisteswissenschaften
  11. Wissenschaft als soziale Wirklichkeit und geistiges Prinzip.
  12. Der Stachel des Subjekts oder: Vom unbegriffenen Wissen zur begriffslosen Wissenschaft
  13. Erkenntnistheorie und Ideologiekritik
  14. Autorendaten
  15. Nachwort zur Reihe
  16. Weitere Bücher
  17. Endnoten