
- 200 Seiten
- German
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Über dieses Buch
Die »Zeitschrift für Kultur- und Kollektivwissenschaft« ist ein Forum, das auf der Grundlage der Kulturwissenschaft eine Kollektivwissenschaft entwickeln möchte. Diese angestrebte neue Disziplin lenkt den Blick auf das Kollektiv als Kulturträger und dient damit zum einen der praktischen Kulturforschung und gewährt zum anderen neuartige Einblicke in das Wesen des Sozialen. Der weit gefasste Begriff des Kollektivs tritt an die Stelle der traditionellen Gruppen- und Gesellschaftskonzepte und macht bisher verborgene Schichten menschlicher Gemeinschaftlichkeit zugänglich.
Heft 9/1 widmet sich der Frage, warum die »imagined community« namens Nation noch immer eine derartige Wirkmacht entfaltet. Waren manche Beobachter*innen Ende der 1980er Jahre geneigt, ein post-nationales Zeitalter auszurufen, scheinen heute Nationalismen nicht minder einflussreich zu sein als zu vergangenen Hochzeiten. Die Beiträger*innen suchen hierfür neue Erklärungsansätze mithilfe eines in der Forschung noch nicht ausgereizten Blickwinkels: Welche Akteur*innen affizieren und emotionalisieren auf welche Art und Weise und zu welchen Zwecken mithilfe des Nationalen oder werden durch das Nationale affiziert und emotionalisiert?
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Inhalt
- Editorial
- Nationalismustheorien und ihre affektiv-emotionalen Lücken – eine einleitende Diskursskizze
- Über (nationale) Bindungen. Die Trias von Nationalismus, Vaterlandsliebe und demokratischem Patriotismus
- Die Nation als ‚invective community‘. Soziale Funktionen öffentlicher Herabsetzungen im medialen Diskurs
- Aktivierung der Nation durch die Künste. Zur ästhetisch-affektiven Modellierung des Nationalen in der Frühen Neuzeit – Einblick in ein Forschungsvorhaben
- Affizierung als Kompensationsstrategie systemischer Repräsentationsdefizite in zeitgenössischen Demokratien. Das Beispiel Frankreich
- „Inzidenz bei 1933“. Visuelle Inszenierungs- und Emotionalisierungsstrategien des Opfer- und Widerstandsmythos in der „Querdenken-Bewegung“
- Die affektiv-emotionale Wirkmächtigkeit der imaginierten Gemeinschaft mexikanischer Migranten in Europa
- Undoing the Nation. Alternative Kollektivität in der kunstaktivistischen Praxis am Beispiel Brexit