
Die Wege der (europäischen) Philosophie in die Moderne
Über eine nötige Korrektur des Wissenstransfers in den Philosophiegeschichten
- 366 Seiten
- German
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Die Wege der (europäischen) Philosophie in die Moderne
Über eine nötige Korrektur des Wissenstransfers in den Philosophiegeschichten
Über dieses Buch
In den Philosophiegeschichten lässt man die Moderne entstehen aus einer von Kant vollendeten Wende von einer Ausrichtung auf die Dinge zu einer Reflexion des Denkens auf sich selbst. Die vermeintliche Einzigartigkeit dieser Wende verstellt den Blick darauf, dass es auch vor der von Kant kritisierten Metaphysik seiner Zeit analytische Untersuchungen des Denkens gab. Bereits in der Antike entwickelte man aus diesen Analysen gegensätzliche Begriffe von Denken. Das führte dazu, dass es Phasen gab, in denen es fast keinen weiteren Transfer der Vorgänger-Positionen gab oder dass deren Lehren nur in einer Umdeutung durch die neue Lehre weiter tradiert wurden. Geht man den Gründen für diese Antithesen nach, stößt man auf Positionen, für die die Arbeit des Denkens erst einsetzt, wenn ihm Gegenstände 'gegeben' sind, während andere jede Fähigkeit, etwas für sich zu unterscheiden und dadurch erst Gegenstände zu haben, als Denken begreifen. Platon und Aristoteles und ihre Traditionen sind Vertreter der einen, die hellenistischen Schulen Vertreter der anderen Position. Es ist deren Begriff von Denken, auf den die Moderne zurückgreift. Das Buch versucht, die von beiden Seiten ausgeblendeten Bereiche aufzuhellen und eine nicht nur historische Anerkennung, sondern eine sachliche Auseinandersetzung möglich zu machen.
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Title Page
- Copyright
- Contents
- 1 Historische und inhaltliche Probleme beim Transfer der philosophischen Texte
- 2 Versuch einer Rekonstruktion der im Transfer in die Moderne aus der Perspektive des Bewusstseins uminterpretierten erkenntnistheoretischen Prinzipien der ‘Seinsphilosophie’
- 3 Die Reflexion auf die verschiedenen Erkenntnisakte in einer Unterscheidungsphilosophie
- 4 Der Transfer des Platonismus und Aristotelismus in Spätantike und Mittelalter und der Bruch mit den hellenistischen Schulen
- 5 Die Wende zur sinnlichen Erfahrung der Einzeldinge als Grundlage des gesamten Wissens über sie
- 6 Die lange Geschichte eines latenten Transfers hellenistischer Grundannahmen in der Moderne: Die unmittelbare Bekanntschaft mit den Dingen als Bedingung des Aufbaus der Erkenntnis
- 7 Eine kurze Geschichte der Kontinuitäten, der Abbrüche und der Umdeutungen im Transfer philosophischen Wissens
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